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| 17:40 Uhr

Ehrenamtlich
Viele neue Mäuse für Wünschewagen-Spender

Im Kontakt-Café der Volkssolidarität in Spremberg wimmelte es am Dienstag nur so von Mäusen.
Im Kontakt-Café der Volkssolidarität in Spremberg wimmelte es am Dienstag nur so von Mäusen. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Die Freiwilligenagentur hat in Spremberg zum Häkeln und zum Nüsseknacken aufgerufen. Von Annett Igel-Allzeit

Mit dem Wünschewagen einen letzten Wunsch wagen? Egal, wo Manuel Möller und Cindy Schönknecht mit dem Brandenburger Wünschewagen des Arbeiter-Samariter-Bundes auftauchen, ihre Geschichten von todkranken Menschen, die mit dem speziell ausgestatteten Krankentransporter ein letztes Mal zu einem geliebten Ort, einem geliebten Menschen reisen, berühren.

Auch Sabine Rackel, Leiterin der Freiwilligenagentur Spremberg in Trägerschaft der Volkssolidarität, war sofort bereit, zu helfen. „Seit Juli besteht der Kontakt. Trixi Kaiser-Klopffleisch, die ehrenamtliche Verantwortliche des Wünschewagen-Projektes für unsere Region, war an mich herangetreten“, erzählt sie. Denn die Ehrenamtlichen, die mit den Schwerkranken auf Reisen gehen, brauchen Häkelmäuse. „Wir geben nämlich Mäuse für Mäuse – also gehäkelte Mäuschen für Spenden. Auch die Menschen, die mit uns fahren – unsere schwerkranken Passagiere wie ihre Angehörigen bekommen eine solche Maus zur Erinnerung“, erzählt Cindy Schönknecht. „Bei den Volkssolidaritätsortsgruppen, bei der Ortsgruppenleiter-Schulung, beim Brandenburgischen Seniorenverband, bei Gästen der Tagespflege – überall stießen wir auf offene Ohren“, sagt Sabine Rackel. Wie Renate Hildebrandt erzählt, kamen bei ihr im Seniorenverband spontan Spenden von 250 Euro zusammen. „Vornehmlich für Wolle“, sagt sie.

In mehreren Ortsgruppen, im Bastelzirkel, in der Kreativgruppe, der Strickgruppe entstanden Mäuse; in allen Farben, mit Knopfaugen, Schleife oder Perlennase, Segel- oder Rollohren, gedrehten, geflochtenen oder gehäkelten Schwänzen. Im Bauch haben die Mäuse eine Nussschale. Deshalb müsse auch denen gedankt werden, die fleißig Nüsse knackten. „Und die größten Nüsse“, so Sabine Rackel, „das haben wir bei dieser Gelegenheit herausgefunden, hat der Ortsteil Schönheide.“ 161 Mäuse konnte die Freiwilligenagentur am Dienstag dem Wünschewagen-Team übergeben. Darüber freut sich Cindy Schönknecht: „In Forst haben wir schon länger eine Häkelgruppe, nun helfen die Spremberger mit.“