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| 17:43 Uhr

Tag der offenen Tür
Wo Lernen nichts mit Früher zu tun hat

 Schüler präsentieren ihr Langzeit-Spree-Projekt mit Geografielehrerin Susann Wende.
Schüler präsentieren ihr Langzeit-Spree-Projekt mit Geografielehrerin Susann Wende. FOTO: Detlef Bogott
Spremberg. Am Spremberger Gymnasium wurden unter anderem aktuelle Projekte präsentiert.

Nicht nur Mädchen und Jungen, die ab August die 7. Klasse besuchen werden, waren am Freitag ins Erwin-Strittmatter-Gymnasium gekommen. Auch so manch ehemaliger Schüler schaute beim gut vorbereiteten Tag der offenen Tür vorbei.

Schüler und Lehrer informierten in den Unterrichtsräumen über die Fachbereiche, zeigten, wie sie arbeiten, um welche Unterrichtsinhalte es geht und was die Anforderungen sind. Neben Fächern wie Deutsch, Mathematik, Physik, Biologie und Politische Bildung wurden auch die Arbeitsgemeinschaften Schach, Roboter, Darstellendes Spiel, der Musik/Schulchor sowie die Bläser- und Musicalklasse vorgestellt.

Selbst die Überflieger-Redaktion, die Schülerzeitung des Erwin-Strittmatter-Gymnasiums, gab Einblicke in ihre journalistische Arbeit. Neu in diesem Jahr war, dass der gesamte Fachbereich Fremdsprachen mit seinen schulischen Angeboten in die Cafeteria gezogen ist und dort die Besucher empfing. Ein volles Programm lief zudem in der Aula. Nach der Begrüßung und der Vorstellung der Ansprechpartner ging es im Anschluss in die Aufnahme in Klasse 7. Klaus Mehner informierte Schüler und Eltern der 10. Klassen über die gymnasiale Oberstufe und sprach zudem über den Übergang in die Klasse 10. Wer von allen Präsentationen etwas mitbekommen wollte, hatte in den drei Stunden viel zu tun.

Im Geografieraum bei Susann Wende, die die Fächer Geografie und Sport unterrichtet, waren die Tische mit Zeichnungen, Karten und Fotos belegt. Schüler präsentierten ihre Arbeiten. Nicht nur brandaktuelle Themen, auch Arbeiten, die sich über Jahre hinziehen, wie etwa das Projekt „Spree“, wurde den Besuchern vorgestellt. 1991 startete es. Dazu werden zum Schuljahresende immer neue Aufgaben auf die jeweiligen Schüler der oberen Klassen verteilt. Auf sechs A 1-Zeichenkartonbögen ist ein großer Teil des Spremberger Spreeverlaufes zu sehen. Angrenzende Gebäude, Natur, Brücken, Fließgeschwindigkeit und vieles mehr sind vermerkt. Auch die Frage, warum sich die Spree ocker färbte, wurde behandelt. Gastdozenten wie Wieland Böttger vom Nabu wurden eingeladen.

Andere Spremberger Projekte behandeln zum Beispiel die Stadt und Stadtplanung. Hier wurden Funktions- und Gebäudeverlaufskartierungen erarbeitet. Auch die Ostsee und der Bergbau sind Bestandteil solcher Projekte. Selbst das Arbeiten mit dem Kompass haben die Schüler gelernt, auch wenn es heutzutage per Handy viel leichter ist. Nebenan im Fachraum für Geschichte bei Angela Völkel, die Geschichte, Gesellschaftswissenschaften und Sport unterrichtet, gibt es ein ähnliches Bild. Schüler präsentieren auch hier ihre Arbeiten von der NS-Außenpolitik über zwei verheerende Kriege bis hin zum alten Griechenland.

Auch die schülerorientierte Unterrichtsarbeit mit dem Laptop ist als allgegenwärtig anzusehen. Dass Lernen heutzutage ganz anders geht, zeigten Schüler bei einem Wissensquiz. Per Kahoot-App wurde die Rechtschreibung überprüft. So etwas ist im Deutschunterricht möglich. Bildlich werden den Schülern verschiedene Möglichkeiten gezeigt. Man hat das Satzgefüge, Rechtschreibung oder Kommastellung in richtiger Schreibweise zu erkennen. Es gibt ein Zeitlimit und Punkte.

In der Cafeteria präsentierten die Schüler das gesamte Spektrum Fremdsprachen. Neben dem Pflichtfach Englisch standen auch die Auswahlfächer der zweiten Fremdsprache Russisch, Spanisch und Französisch zur Auswahl, zudem Latein. Beispielsweise Tieren ihren Namen in der jeweiligen Fremdsprache zuzuordnen, war nur eine Aufgaben in diesem Bereich. Bei einem großen Memory-Spiel konnten Schüler wie Besucher anhand einer großen Deutschland- oder Russland-Karte ihr Wissen beweisen.

Am Spremberger Erwin-Strittmatter-Gymnasium lernen aktuell 549 Schüler: 56 Schüler in den Leistungs- und Begabungsklassen 5. und 6., 359 Schüler in der Sekundarstufe I und 134 Schüler in der Sekundarstufe II. Zudem sind 44 Lehrkräfte, vier Referendare sowie drei Technische Angestellte am Gymnasium beschäftigt.

(dbo)