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Spremberger gratulieren der ältesten Einwohnerin zum Geburtstag

Hartmut Bubner überreichte Emmi Lange einen Blumenstrauß.
Hartmut Bubner überreichte Emmi Lange einen Blumenstrauß. FOTO: mat1
Spremberg. Wer Emmi Lange in diesen Tagen besuchte und Glückwünsche zu ihrem 105. Geburtstag überbrachte, hatte Grund zum Staunen. mat1

Denn die Seniorin, die seit mehr als zehn Jahren im Spremberger Seniorenheim in der Muskauer Straße lebt, ist noch bei bestem Befinden: Sie wohnt im Betreuten Wohnen und kann ihren Alltag recht gut allein meistern.

Emmi Lange ist mit ihren 105 Jahren nun die älteste Einwohnerin von Spremberg. Trotz etwas Schwerhörigkeit nimmt sie am politischen Weltgeschehen teil. Sie schaut gern Nachrichten, liest täglich die Lausitzer Rundschau und ist noch an vielen Dingen interessiert.

So ließ es sich die Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) nicht nehmen, der Seniorin zu ihrem besonderen Ehrentag zu gratulieren. Als Überraschungsgast erschien Hartmut Bubner in Frack und Zylinder. Er überbrachte vom Blumenhaus seiner Frau Ute einen Geburtstagsstrauß für die Sprembergerin.

Zur Familie der Seniorin gehört ihre Nichte Hannelore Zuschke aus Bielefeld, die aus der Ferne das Leben ihrer Verwandten verfolgt. Vor Ort ist Patenkind Ursula Beier aus Spremberg. Sie kommt zwei- bis dreimal wöchentlich zur Seniorin und unterstützt sie im Alltag: So geht sie für die rüstige Dame einkaufen, und sie wäscht ihre Kleidung. Emmi Lange geht noch selbst täglich zum Essen. Zu ihren Lieblingsgerichten zählt Eisbein. In geselliger Runde spielt sie gern noch Mensch-Ärgere-Dich-Nicht. An ihrem Ehrentag feierte Emmi Lange ihren Geburtstag in der Cafeteria mit Familie und Bekannten.

Emmi Lange war früher als Stenotypistin bei Römmler tätig, später arbeitete sie in einer Spremberger Bank. Vor einigen Jahren zog Emmi Lange gemeinsam mit ihrem Ehemann in das Seniorenheim in Spremberg ein. Er war früher Zahnarzt. Vor sieben Jahren verstarb Heinz Lange.

Die Zahl der Senioren in hohem Alter wird künftig in Spremberg und anderen Orten der Region deutlich wachsen. Dies geht aus dem Konzept für eine Kooperation der Stadt Spremberg mit Welzow, Drebkau und Altdöbern hervor.