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| 16:58 Uhr

Heimatgeschichte
Von einer Rad-Station zur Familiengaststätte

Toralf Hasse,  Chef des Gasthauses „Zur Post“, und Barbara Franke hatten zum jüngsten geschichtlichen Nachmittag eingeladen.
Toralf Hasse, Chef des Gasthauses „Zur Post“, und Barbara Franke hatten zum jüngsten geschichtlichen Nachmittag eingeladen. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Spremberger Gasthaus „Zur Post“ stand im Mittelpunkt eines Heimatgeschichtsnachmittages beim Bildungszentrum 55+. Von Martina Arlt

Im Rahmen des Gemeinschaftsprojektes Bildungszentrum Spremberg 55+ hält Barbara Franke für die Spremberger Senioren regelmäßig interessante Nachmittage bereit. Zum Kontaktcafé der Volkssolidarität machen sich die Senioren gern auf den Weg und lassen sich erst einmal Kaffee und Kuchen verwöhnen. Mehr als 20 Gäste kamen am Montag zum jüngsten Bildungsnachmittag, der  zum Thema „Heimatgeschichte“ stattfand.

Diesmal stand die Geschichte von der bekannten Gaststätte „Zur Post“ auf dem Programm. Sie liegt in der Spremberger Innenstadt und wird noch heute von Familie Hasse geführt. Die „Post“ befindet sich inzwischen in der vierten Generation. Da liegt es auf der Hand, dass Inhaber Toralf Hasse den Senioren einiges berichten konnte.

Bereits 1850 wurde an diesem Standort ein Gasthof mit Schmiede mit dem Namen „Rad Station“ erbaut. In der Zeit zwischen 1860 und 1870 wurde dieses Gebäude dann zum Wohn- und Geschäftshaus umgebaut. Bis heute durchlief dieses Haus viele Stationen mit verschiedenen Besitzern, freilich auch in der ehemaligen DDR.  Das Gasthaus liegt direkt an der Spree, und so war das Haus 1981 auch von dem großen Hochwasser in Spremberg betroffen.

„Gleich zur Wende 1990 war es nun wieder eine Familiengaststätte mit Chefin Rosemarie Hasse. 1991 eröffneten wir das Haus genau zu Himmelfahrt, das werde ich nicht vergessen. Da kamen Leute über Leute. Zu unseren Gästen gehörten übrigens auch Erwin und Heinrich Strittmatter“, berichtet Toralf Hasse. 1996 folgte dann noch einmal eine Erweiterung durch den Bau eines neuen Hotels. Toralf Hasse freut sich, dass die Spremberger und Gäste gern diese gastronomische Einrichtung und im Sommer auch die Terrasse an der Spree nutzen.

Vorschau: Schon jetzt lädt Barbara Franke zum nächsten geschichtlichen Nachmittag ein. Am Montag, 25. Juni, wird um 14 Uhr Peter Moschall mit dem Film „Die Mücke am Blatt“ – ein Kurzfilm nach Texten von Erwin Strittmatter – zu Gast beim Bildungszentrum Spremberg 55+ sein.