"Wir wollen auch mit Blick auf die jüngsten Ereignisse in aller Welt verhindern, dass Rassismus und Diskriminierung in unserer Region wieder aufflammen", sagt er. "Wir hoffen, dass das Turnier in Spremberg zu unserem Ziel beiträgt." Die Eröffnung des sportlichen Wettbewerbs ist für Freitag, 5. August, um 17 Uhr vorgesehen. Zuschauer sind nach den Worten von Hagen Broda auf dem Sportplatz willkommen. "Es geht ja auch darum, dass die Leute neue Kontakte knüpfen", sagt er. Dies sei bereits beim Fußball-Cup im vergangenen Jahr gelungen: Damals traten ebenfalls im August acht Mannschaften gegeneinander an, unter ihnen auch Asylbewerber aus Forst, und als Sieger ging schließlich die Mannschaft von Juno-Bau vom Platz. Dieser Premiere folgt nun also eine zweite Auflage.

Dabei betont Hagen Broda den symbolischen Wert der Fußballspiele. "Ich glaube tatsächlich, dass schon viel gewonnen wäre, wenn die Menschen öfter versuchen würden, miteinander zu reden und dem jeweils anderen zuzuhören", erläutert er. "Momentan beschleicht mich oft der Eindruck, dass sich politische Positionen auf allen Seiten eher verhärten, was ich für keinen guten Weg halte." Gerade der Sport habe jedoch schon immer zu interessanten und friedlichen Begegnungen zwischen Leuten geführt, die einander sonst nie über den Weg gelaufen wären.

Für das Turnier in der Drebkauer Straße gilt die Regel: Eine Spielzeit dauert zwölf Minuten. Das Endspiel des diesjährigen Fußballcup findet voraussichtlich am Sonntag, 7. August, gegen 16 Uhr statt. Darauf folgt die Siegerehrung für alle teilnehmenden Mannschaften.

Noch können sich interessierte Teams aus Firmen, Vereinen oder weiteren Freizeitgruppen in der Region für den Fußballcup anmelden - unter den Telefonnummern 0172 3710314 und 0170 5222347.