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| 14:41 Uhr

Weltoffene Filmnächte
Internationales Publikum bei Spremberger Filmnächten

Schüler und Studenten unter anderem aus Mexiko, Japan, Italien und Spanien  waren mit beim ersten Filmabend auf der Freilichtbühne.
Schüler und Studenten unter anderem aus Mexiko, Japan, Italien und Spanien waren mit beim ersten Filmabend auf der Freilichtbühne. FOTO: Anja Guhlan
Spremberg. Zum Start am Donnerstag haben sich rund  300 Filmfreunde die deutsch-polnische Nachbarschaftskomödie „Polnische Ostern“ angesehen. Von Anja Guhlan

Den Startschuss haben am Donnerstag  die stellvertretenden Bürgermeister von Spremberg und Szprotawa, Frank Kulik und Pawel Chylak,  im Beisein von Spreenixe  Nicole Pietkiewicz gegeben. „Die Eröffnung der Filmnächte sollen ganz im Zeichen der deutsch-polnischen Freundschaft stehen“, kommentiert Benjamin Schorg, der an diesem Abend die Moderation übernahm und als ehrenamtlicher Helfer den Verein „Jugend und Soziales“ und damit  die  Filmnächte unterstützt. Aus der polnischen Partnerstadt kamen rund 50 Gäste zur Vorführung des  Films „Polnische Ostern“. Der erzählt vom Kampf des Bäckermeisters Werner Grabosch um das Sorgerecht seiner siebenjährigen Enkelin Mathilda, die nach dem Unfalltod ihrer Mutter bei ihrem polnischen Vater Tadeusz aufwachsen soll.

„Der Film traf genau unseren Humor. Wir haben ihn gern angesehen. Vor allem räumt er mit Vorurteilen zwischen den zwei Nationalitäten  auf“, meint Halina Kowczyk (70). Auch Peter Teschner (77) fand den Film großartig: „Anfangs wurden Probleme und Konfrontationen gezeigt, die sich allmählich auflösten, als man sich näher kennenlernt. Die Botschaft des Films ist das Entscheidende.“

Aber auch elf Gäste aus Japan, Mexiko, Spanien und Italien waren dabei.  Die Schüler und Studenten nehmen am Internationalen Workcamp am Felixsee teil. Sie halfen beim Aufbau der Versorgungszelte. „Einige von uns haben noch nie ein Open-Air-Kino besucht. Demnach ist das ein tolles Erlebnis“, erklärte Keita Katori (20) aus Japan. Grecia Dominguez (22) aus Mexiko fand den anfänglichen Regen nicht schlimm: „Wir haben blaue  Regen-Ponchos bekommen, die richtig lustig aussehen.“ Leider haben die internationalen Gäste vom Film nicht viel verstanden, weil der Film auf Deutsch mit polnischen Untertiteln gezeigt wurde. „Vielleicht werden wir den Film nochmal im Camp auf Englisch schauen“, meint Julia Sieber (18).

Für Brigitte Schorath (64) und Doris Szymanski (63) aus Spremberg hätten in dem Film, der als Komödie deklariert wurde, ein paar Lacher mehr sein können.  „Aber die Botschaft des Films ist toll“, meint Doris Szymanski. Besonders angetan waren die beiden Frauen davon, dass nach dem Film noch ein wenig Musik gespielt wurde, sodass man den Abend gemütlich ausklingen lassen konnte.

„Die Feuertaufe ist bestanden“, kommentierte Benjamin Schorg nach der Veranstaltung und dankte den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, ohne die die Filmnächte nicht möglich wären. „Wir hoffen einfach, dass an den nächsten Abenden kein Regen mehr kommt.“ Die Idee mit dem deutsch-polnischen Auftakt soll im nächsten Jahr intensiviert werden. Möglicherweise werde auch die russische Partnerstadt in die Filmnächte eingebunden.