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| 17:49 Uhr

Geglückte Neuauflage
Spremberger feiern Georgenbergfest

 Veronika Dubau und Peter Wolf standen wieder als Darsteller zur Verfügung, um die historische Sage bildhaft darzustellen.
Veronika Dubau und Peter Wolf standen wieder als Darsteller zur Verfügung, um die historische Sage bildhaft darzustellen. FOTO: Anja Guhlan
Spremberg. Nach dem Aussetzen des Georgenbergfestes im vergangenen Jahr glückt Neuauflage. Rund 200 Besucher feiern am Wochenende im Stadtpark. Von Anja Guhlan

Der Laga-Verein unter der Regie von Frank Meisel hat am vergangenen Wochenende wieder zum Georgenbergfest eingeladen. Nachdem im vergangenen Jahr das Fest ausgefallen ist, glückte die Neuauflage in diesem Jahr mit einer zufriedenstellenden Besucherzahl. Rund 200 Leute sind gekommen. Vor allem viele Kinder und deren Familien. „Das freut uns natürlich besonders“, sagt Frank Meisel. Für die Kinderangebote hat sich der Laga-Verein als Veranstalter einen  Partner mit ins Boot geholt. So sorgte das Albert-Schweitzer-Familienwerk für das Stockbrot-Grillen und das Basteln von Ritterfahnen. Zahlreiche Kinder, die unter anderem auch als kostümierte Ritter und Prinzessinnen erschienen, nahmen das Angebot wahr.

Neue Darsteller konnten gewonnen werden

Höhepunkt war jedoch wieder die Aufführung der historischen Sage um Jutta von Kittlitz, die wieder von Veronika Dubau dargestellt wurde. In der Sage wartet das Adelsfräulein Jutta von Kittlitz sehnsüchtig auf ihren Geliebten und von Kaiser Barbarossa zum Ritter geschlagenen Seyfried von Löben. Doch wie viele Sagen hat auch die Jutta von Kittlitz-Sage ein Happy end, und Seyfried kehrt unversehrt aus einem der Kreuzzüge zurück. „Wir konnten für das darstellende Spiel einige neue Darsteller wie Peter Wolf als Seyfried von Löben hinzugewinnen“, freut sich Frank Meisel.

Auch Rüdiger Budek aus Hornow hatte als Sagenerzähler seine Premiere zu feiern. Auch wurde während des darstellenden Spiels an die ehemalige Kapelle erinnert, die Jutta von Kittlitz damals als Dank für die gesunde Rückkehr ihres Verlobten auf dem Georgenberg errichten ließ. Nur noch ein kleiner Feldsteinhaufen und eine Erinnerungstafel halten das Gedenken an das kleine und vermutlich 1974 abgerissene Gotteshaus wach. Für eine Erinnerungsstätte in Form eines Kubators fehlt dem Laga-Verein derzeit noch das nötige Geld. „Wir sind aber dabei, Fördermittel für dieses Vorhaben zu akquirieren“, erläutert Frank Meisel.

Unfall überschattet Fest auf dem Georgenberg

Die anschließende Feuershow von „Ravenchild“ sorgte beim Georgenbergfest wieder für spektakuläre Bilder, wurde aber zugleich von einem Unfall überschattet. Denn ein Feuerfunke sprang auf die Hose eines Kindes über, die im Anschluss Feuer fing. Das Kind wurde mit Verbrennungen in die Notaufnahme des Krankenhauses gebracht. „Wir bedauern diesen Vorfall natürlich sehr und wünschen dem Kind eine gute Genesung“, meint Frank Meisel. Am Sicherheitskonzept gab es seiner Meinung nach aber nichts auszusetzen.

Die Besucher freuten sich im Allgemeinen über die Neuauflage des Georgebergfestes: „Es ist schön, wenn der Georgenberg mit dem Stadtpark wieder so belebt wird. Und wenn dabei noch Wissenswertes aus der Geschichte präsentiert wird, kann man das nur gutheißen“, meint Ulrich Brieger vom Georgenberg. Auch Sabine Krause, die zum ersten Mal an dem Fest teilnimmt, zeigt sich begeistert: „Hier kann man als Familie einen schönen Nachmittag verbringen“, freut sie sich. Auch Helmut Hartmann ist angetan vom Fest: „Besonders die Attraktionen für die Kinder wie das Stockbrot-Grillen, die Bastelaktionen und schließlich der Lampionumzug sind klasse Ideen“, meint der Spremberger, der mit seiner Enkelin, der dreijährigen Jasmin, das Georgenbergfest besucht hat.

Auch im kommenden Jahr soll Fest stattfinden

Am Ende will der Laga-Verein nicht nur den Stadtpark verschönern, sondern auch für Kultur und eine Belebung des Stadtparkes sorgen, meint Frank Meisel. An diesem Tag ist dem Laga-Verein die Belebung eindeutig geglückt. Nicht nur der Stadtpark wurde durch Spaziergänger noch belebt, sondern auch den etwa 20 Meter hohen Bismarckturm haben rund 40 Besucher noch erklommen.

Im kommenden Jahr soll es die nächste Auflage geben. Wieder im Stadtpark nahe des Bismarckturmes. Dann mit der Weitererzählung der Jutta-Sage.