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| 15:27 Uhr

Briefwechsel zu geschlossenem Standort
Spremberger drängen auf Gespräche mit der Post

Klaus-Dieter Peters hat seinen Briefverkehr zur Deutschen Post gesammelt.
Klaus-Dieter Peters hat seinen Briefverkehr zur Deutschen Post gesammelt. FOTO: René Wappler / LR
Spremberg. Mitarbeiter des Rathauses warten noch auf eine Antwort vom Vorstand. Von René Wappler

Noch steht eine Antwort aus. Die Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) hat einen Brief an den Vorstand der Deutschen Post geschrieben. Sie will die Mitarbeiter des Unternehmens noch einmal zu einem Gespräch mit dem Verwalter des Gebäudes bewegen, in dem die Post und die Postbank bis zum vergangenen Jahr ihren Service anboten. Verwundert äußert sich die Bürgermeisterin über die Postbank. Die Firma habe wiederum bei den Mitarbeitern des Spremberger Rathauses nachgefragt, ob die Stadt einen „passenden Standort“ finanzieren würde. „Bisher sind die Gespräche ergebnislos verlaufen“, sagt Christine Herntier.

Der Vorsitzende des Spremberger Sozialausschusses sieht ein Muster in der Strategie beider Unternehmen. „Serviceangebote ziehen sich zurück“, sagt Klaus-Dieter Peters. Als weiteres Beispiel nennt er das Ende der Zulassungsstelle in Sellessen.

„Mir ist schon bewusst, dass es hier keine voll funktionierende Postfiliale mehr geben wird“, erklärt er. „Es kann aber nicht sein, dass wir noch schlechter dastehen als Welzow.“ Spremberg brauche mindestens ein Selbstbedienungs-Zentrum der Postbank mit Geldautomat, einem Drucker für Kontoauszüge und der Chance, Geld einzuzahlen. Eine Postfach-Anlage sei ebenfalls nötig.

Doch die Mitarbeiter der Postbank stellen klar, dass sie keine Filiale mehr in Spremberg eröffnen werden. Laut Deutscher Post ist das Aufstellen einer Postfachanlage in der neuen Partnerfiliale in der Langen Straße nicht möglich.