Ohne Meißel, Raspel, Säge, Feile, Bohrer, Stahlwolle und Schleifpapier kommt man nicht weit. Zumindest wenn es um den Speckstein-Kurs des Mehrgenerationenhauses Bergschlösschen (MGZ) geht.
Das wissen auch die 13 Teilnehmer des Kurses, der einmal mehr im Rahmen des Ferienprogramms stattfindet. Dabei haben sich die Mitwirkenden bereits vorab für ihre Motive entscheiden. Der Fokus in diesem Sommer lag auf Tiermotiven. So tummelten sich diesmal Delfine, Schildkröten, Enten, Hunde, Elefanten, Hasen und Katzen in der Werkstatt des Hauses.

Hilfe von einem echten Speckstein-Profi

Um dem Speckstein die gewünschte Form zu geben, lud sich Sabine Klauke vom MGZ einen Fachmann ein: Thomas Eisenträger aus Schwarze Pumpe. Der 49-Jährige beschäftigt sich seit vielen Jahren mit diesem Hobby und reiste dafür bereits nach Südfrankreich, um an einem Kurs teilzunehmen. Unter fachkundiger Aufsicht fertigte er dort eine Marienfigur an. „Sie ist 60 Zentimeter hoch und steht bei mir Zuhause im Flur. Dort gehe ich täglich vorbei und freue mich über diese Arbeit“, so Eisenträger.
„Ich habe mir diesmal einen Hasen als Motiv ausgesucht“, sagt Jason Fichtel, der nicht zum ersten Mal einen Stein bearbeitet und sowieso Spaß an handwerkliche Arbeit hat. Die Figur werde er sich dann in sein Kinderzimmer stellen, berichtet der 9-jährige Spremberger voller Stolz. Mit dabei ist auch Leopold Igel, der fast schon zu den Profis gehört. Immerhin habe er schon mindestens fünf Specksteinkurse besucht.

Nicht immer klappt alles beim Specksteinmodellieren nach Plan

Diesmal hat sich der 17-Jährige für einen liegenden Hund entschieden. „So ein Speckstein lässt sich leicht bearbeiten. Aber es kommt auch vor, dass von so einem Rohling etwas abplatzt“, weiß der Abgänger des Erwin-Strittmatter-Gymnasiums. Dann müsse man eben das Beste aus der Figur machen, fügt Igel hinzu, der gern kreativ tätig ist.
Laut Sabine Klauke kam der traditionelle Speckstein-Kurs offensichtlich recht gut an, was die vielen Tiere belegen. Abschließend verrät sie noch, weshalb der Stein solch einen kuriosen Namen trägt. „So ein Speckstein fasst sich schon richtig speckig an, er ist in der Hand so angenehm wie Seife“, so die Mitarbeiterin des MGZ.