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Tag der offenen Tür
„Schnuppern“ in der Grundschule

Sonderpädagogin Claudia Kloditz (l.) mit ihrem ausgebildeten Therapiehund „Jolie“. Die vierjährige Labrador-Hündin gehört seit einem Jahr zum Schulalltag und wird meist für Kinder mit Lernbeeinträchtigungen eingesetzt.
Sonderpädagogin Claudia Kloditz (l.) mit ihrem ausgebildeten Therapiehund „Jolie“. Die vierjährige Labrador-Hündin gehört seit einem Jahr zum Schulalltag und wird meist für Kinder mit Lernbeeinträchtigungen eingesetzt. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Thearpiehund „Jolie“ hilft seit einem Jahr Kindern mit Lernbeeinträchtigungen.

Mit großer Resonanz ging auch in diesem Jahr der traditionelle Tag der offenen Tür in der Spremberger Astrid-Lindgren-Grundschule zu Ende. Auch der Max- und Moritz-Hort, der sich in dem Schulgebäude in der ersten Etage befindet, hat dabei wieder großen Zuspruch gefunden.

Die Grundschule auf dem Schomberg wurde 2010 komplett saniert und präsentiert sich seitdem in einer Farbenvielfalt in allen Etagen. Die Ausstattung ist auf einem modernen Stand, so dass sich die Familien mit ihren Kindern gern in dieser Schule anmelden. In diesem Jahr werden rund 60 Mädchen und Jungen eingeschult.

Derzeit lernen in der Bildungseinrichtung 284 Schüler in den Klassen eins bis sechs. Unterrichtet werden sie von 21 Lehrern, davon sind fünf Lehrer neu an der Schule. Denn das Projekt „Schulen für gemeinsames Lernen“ steht besonders seit diesem Schuljahr im Mittelpunkt des Unterrichtes. Die Erst- und Zweitklässler lernen in Flex-Klassen. Besonders die Drittklässler können in ihrer Altersklasse das musikalische Profil austesten. Seit Jahren besteht eine Kooperation mit der Musik- und Kunstschule und somit können die rund 50 Schüler in verschiedenen Gruppen Instrumente ausprobieren. Zur Auswahl stehen dabei  Gitarre, Akkordeon, Flöte, Querflöte, Keyboard und Violine.

Neu ist seit Januar 2018, dass Karina Gritzka und Mandy Troebes die Schulsozialarbeit übernommen haben. Ihre Aufgaben sind es, sozialpädagogische Gruppenarbeit, Schulprojekte, Elternarbeit und die Vernetzung im Gemeinwesen zu aktivieren. „Denn bei uns gibt es auch Kinder aus Syrien und Tschetschenien. Dabei steht natürlich das bessere Lernen der deutschen Sprache im Mittelpunkt. Hier gilt es, im täglichen Schulalltag besonders auch diese Kinder zu integrieren. Für alle Kinder gibt es außerdem nachmittags offene Gruppenangebote. Wir haben auch vor, ein Elterncafé und einen Elternstammtisch aufzubauen“, so Sozialarbeiterin Karina Gritzka.

Die Lehrer der Astrid-Lindgren-Grundschule sowie die Horterzieher freuen sich immer wieder, dass die Einrichtung so gut angenommen wird. „Das gute Lernumfeld spielt dabei eine große Rolle, unsere Schule ist innen und außen sehr farbenfroh gestaltet. Ich denke auch, dass sich die Eltern von der Schulleiterin und den Lehrern gut betreut fühlen. Denn die Eltern werden wirklich oft einbezogen und es herrscht ein gutes Klima im Schulalltag“, lobt Kerstin Gruß als stellvertretende Schulleiterin.

Zu einem Highlight in der Grundschule gehört seit einem Jahr der Schulhund „Jolie“. Die 51-jährige Sonderpädagogin Claudia Kloditz hat die vierjährige Labradorhündin täglich an ihrer Seite. Dieser ausgebildete Therapiehund wirkt sich  bei Kindern mit Lernbeeinträchtigungen oft sehr positiv aus.

Am Samstagvormittag waren alle Klassenräume für die zahlreichen Besucher weit geöffnet. Die Gäste erlebten ein Erzähltheater „Der dicke fette Pfannkuchen“ oder lauschten in der Märchenstunde.

Die gelernte Ergotherapeutin Nicole Möbius vermittelte auf Wunsch den Familien die richtige Stifthaltung für die Kinder und hatte Füller im Gepäck. Angela Kunze stand für eine Ranzenberatung zur Verfügung. Dafür hatte sie mehr als 25 Schulranzen zum Ausprobieren mitgebracht. Diese Angebote entstanden durch Elternideen, die gern angenommen wurden. Schon jetzt freuen sich Schüler und Lehrer auf das große Zirkusprojekt im März. Das Projekt findet jedes fünfte Jahr statt. 2018 wird nun bereits zum dritten Mal das große Zirkuszelt auf dem Schomberg aufgebaut. Um dieses Projekt zu finanzieren, wurden bereits Mittel vom Unicef-Lauf der Schule eingesetzt. Auch der Erlös des Verkaufs im Schülercafé am Samstag soll mithelfen, die Zirkusaktion mit zu finanzieren.

Die Horteinrichtung „Max und Moritz“ erfreut sich ebenfalls großer Beliebtheit bei den Kindern. Der Platz reicht nicht aus und so gab es im November 2017 bereits den Baubeginn für 75 Hortplätze - das sind fünf zusätzliche Gruppenräume. „Wir haben zur Zeit 230 Hortkinder, davon vier Klassen in kompletter Doppelnutzung. So konnte es auf Dauer nicht weitergehen. Allein 95 Prozent der Kinder aus den ersten bis vierten Klassen besuchen unseren Hort. Darüber freuen wir uns natürlich. Die Fertigstellung des Erweiterungsbaus ist für den Beginn des neuen Schuljahres 2018 geplant“, so Hortleiterin Gabi Kastner.

(mat)