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| 17:52 Uhr

Spremberg
Angler aus Cantdorf ziehen an die Hammerlache um

Die Cantdorfer Angler ziehen von der braunen Spree an die Hammerlache um.
Die Cantdorfer Angler ziehen von der braunen Spree an die Hammerlache um. FOTO: LR / Rene Wappler
Spremberg. In der ockerbelasteten Spree bei Spremberg sinkt der Fischbestand dramatisch.

Ein Anglerverein zieht für seine Veranstaltung um, weil in seiner angestammten Heimat kaum noch Fische in der Spree schwimmen. So ergeht es den Anglern aus Cantdorf. Sie haben sich notgedrungen mit ihren Gästen an der Hammerlache versammelt. Eberhard Brünsch vom Verein berichtet: „Die Fangergebnisse an der Spree in Cantdorf waren so weit zurück gegangen, dass ein Angeln dort keinen Spaß mehr machte.“ Schließlich wollte der Verein auch den Kindern und Jugendlichen einen Erfolg bieten. „Dazu gehört, dass es Fische gibt.“ Das sei jedoch in Cantdorf aufgrund der schlechten Wasserqualität nicht mehr möglich.

Diesen Zustand beklagt auch das Aktionsbündnis Klare Spree: Der Eisenocker, der die Spree braun färbt, vertreibt demnach Krebstiere, Muscheln und Insektenlarven. Damit verschwinde die Nahrungsgrundlage für viele Fischarten. Wenn ganze Flussabschnitte von Schlamm durchsetzt sind, verlieren die Fische außerdem ihre Laichplätze. Darauf wiesen im Jahr 2015 bereits die Mitarbeiter der Lausitzer und Mitteldeutschen Bergbauverwaltungsgesellschaft (LMBV) hin.

An der Hammerlache hingegen konnten die Mitglieder des Anglervereins den Teilnehmern ihrer Veranstaltung das erhoffte Erfolgserlebnis bieten. Innerhalb eines Vormittags fingen sie 328 Fische, wie Eberhard Brünsch berichtet. „In der Mehrzahl waren es Rotfedern, Blei und Barsch.“ In der Hammerlache ist nach seinen Worten noch alles vertreten, was es an Fischarten gibt. „Im Prinzip handelt es sich also um ein gesundes Gewässer.“ Neben den erwachsenen Vereinsmitgliedern nahmen acht Kinder an der Angelaktion teil. Zu ihnen zählten auch zwei Mädchen.