Vor zehn Jahren war es umgekehrt, da haben wir Hausärzte auf die Solidarität der Fachärzte gebaut“ , appelliert der Diplom-Mediziner Christian Friedrich, Obmann der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) für den Bereich Altkreis Spremberg, zur Teilnahme an einem landesweiten Aktionstag. Er steht am kommenden Freitag ins Haus, und Christian Friedrich wird beim Ärzteprotest in Potsdam dabei sein. Welche weiteren Praxen neben seiner und der von Hautärztin Annemarie Zobel in Spremberg noch geschlossen haben werden, konnte er gestern nicht sagen. Eines sei jedoch klar: Der Notdienst ist organisiert. Ihn übernimmt am Vormittag seine Kollegin Karin Junkert in der Turnstraße 1 und am Nachmittag sei er über den normalen kassenärztlichen Dienst gesichert.
Christian Friedrich sieht das „dahinschlingernde Schiff der ambulanten medizinischen Versorgung in Brandenburg“ mit dem Blick auf die Abrechnungen des zweiten Quartales nun vollends manövrierunfähig. Gemeinsam mit den Patienten müsse deutlich gemacht werden, dass von der Bundespolitik Maßnahmen erwartet werden, damit der Arzt vor Ort auch noch morgen für seine Patienten da sein kann. (gb)