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| 22:52 Uhr

Polizei hofft weiter auf Zeugenhinweise
Spremberg wertet Brandserie aus

Spremberg/Welzow. Bürgermeisterin spricht von „Anschlägen“. Verletzte Frau wurde aus Krankenhaus entlassen. Von Rene Wappler

Nach der Brandserie in der Spremberger Innenstadt geht Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) davon aus, dass der Täter oder die Brandstifter „mit Sicherheit einen Plan verfolgt“ haben. Sie sprach am Montagabend im Bauausschuss von „Brandanschlägen“.

Die Einsatzkräfte der Feuerwehr registrierten in der Nacht zum Sonnabend 13 Brandstellen an elf Orten in Spremberg. Demnach brannten 23 Müllcontainer und ein Motorrad, unter anderem in der Badergasse und am Kirchplatz. Inzwischen hat eine verletzte 50-jährige Frau wieder das Krankenhaus verlassen. Sie wurde wegen des Verdachts einer Rauchgasvergiftung behandelt. Wie Torsten Wendt von der Polizei-Pressestelle mitteilt, hoffen die Beamten weiter auf Hinweise von Zeugen.

Der Spremberger CDU-Stadtverordnete Peter Reininger berichtete am Montag im Bauausschuss, er habe in der Nacht zum Sonntag 20 Minuten vergeblich versucht, den Notruf der Feuerwehr unter der Nummer 112 zu erreichen. Die Mitarbeiter der Leitstelle in Cottbus vermuten aber, dass der Fehler im Netz des Telefonanbieters lag. Weitere Beschwerden dieser Art vom Wochenende seien ihnen nicht bekannt.

Eine ähnliche Brandserie hatte sich zu Jahresbeginn in Welzow ereignet. Die beiden mutmaßlichen Brandstifter, die am 20. Februar festgenommen wurden, sitzen noch immer in Untersuchungshaft. Wie Oberstaatsanwalt Horst Nothbaum berichtet, soll demnächst über eine Anklage entschieden werden.