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Spremberg weist höchste Arbeitsplatzdichte der Wachstumskerne auf

Der Industriepark Schwarze Pumpe trägt stark zur hohen Arbeitsplatzdichte der Stadt Spremberg bei.
Der Industriepark Schwarze Pumpe trägt stark zur hohen Arbeitsplatzdichte der Stadt Spremberg bei. FOTO: René Wappler
Spremberg. Die Stadt Spremberg weist die höchste Arbeitsplatzdichte aller 15 Wachstumskerne im Land Brandenburg auf. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Landesregierung in dieser Woche veröffentlicht hat. René Wappler

Demnach gab es in Spremberg im Jahr 2015 bezogen auf je 1000 Einwohner 565 Arbeitsplätze. Auf dem zweiten Platz folgt Ludwigsfelde mit 539 Jobs, auf Rang Drei das Schönefelder Kreuz mit 497 Stellen. Cottbus hingegen liegt auf dem sechsten Platz - bei 454 Arbeitsplätzen je 1000 Einwohner. Einen starken Anteil am Spitzenplatz für Spremberg bildet der Industriepark Schwarze Pumpe mit knapp 5000 Beschäftigten.

Der Bericht der Landesregierung geht allerdings auch darauf ein, dass sich die Jobdichte nicht überall positiv auf die Einwohnerzahl auswirkt. In der Nähe von Berlin wuchs die Bevölkerung in den Jahren von 2006 bis 2015 um ungefähr sechs Prozent. In Regionen, die weiter entfernt von der Bundeshauptstadt liegen, sank sie hingegen im gleichen Zeitraum um 10 Prozent. Spremberg dient dafür als Beispiel: Im Jahr 2006 lebten 26 126 Einwohner in der Stadt, im Jahr 2015 jedoch nur noch 22 211. Zwar melden die Rathaus-Mitarbeiter für dieses Jahr wieder einen Zuwachs: Im September zählten sie 23 275 Einwohner. Doch dieser Trend ist vor allem der Eingemeindung von Hornow und Wadelsdorf zu verdanken.

So weisen nur vier der 15 Wachstumskerne einen Zuwachs an Einwohnern auf, der über den Durchschnitt im Land Brandenburg hinausreicht. Es handelt sich dabei um Potsdam, das Schönefelder Kreuz, Oranienburg-Hennigsdorf-Velten und Ludwigsfelde. Alle diese Orte liegen im näheren Umfeld von Berlin, wie der Bericht der Landesregierung hervorhebt.

Auch die Zahl der Beschäftigten wächst besonders stark in Regionen, die sich unweit der Hauptstadt befinden. Dies gilt laut Landesregierung als Indiz für den erheblichen Einfluss, der von Berlin auf die Entwicklung des Landes Brandenburg ausgeht. Trotz dieses Faktors nahm die Arbeitsplatzdichte in allen Wachstumskernen innerhalb der vergangenen zehn Jahre kontinuierlich zu.