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| 16:50 Uhr

Streit um Erwin Strittmatter
Spremberg wartet weiter auf Strittmatter-Studie

Spremberg. Im Juli 2017 hat der Berliner Historiker Bernd-Rainer Barth vor den Spremberger Stadtverordneten über seine Erkenntnisse zur militärischen Vergangenheit des Schriftstellers Erwin Strittmatter referiert. Von Annett Igel-Allzeit

Nach mehreren Jahren, in denen er sich immer wieder Zeit für die Nachforschungen genommen hatte, konnte er nicht beweisen, dass Erwin Strittmatter an Kriegsverbrechen des Ordnungspolizei-Bataillons 325 beteiligt war. Allerdings hatte er in der Feldpost und in historischen Dokumenten Fakten und Aussagen gefunden, die nahelegen, dass der Schriftsteller keineswegs nur hinten in einer Schreibstube gesessen hatte. Mit seinem Referat im Juli 2017 konnte der Historiker den Sprembergern noch nichts Schriftliches geben. Er wollte die Forschungsarbeit bis zum Herbst 2017 abschließen und dann im Rathaus abgeben. Doch dass das bis heute nicht passiert ist, darauf macht jetzt Ilona Schulz (Die Linke) aufmerksam. Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos) bestätigt, dass die Stadtverwaltung den Termin aus den Augen verloren hatte. „Wir haben aber die Anfrage zum Anlass genommen, uns noch einem mit Bernd-Rainer Barth in Verbindung zu setzen.“ Für 11 000 Euro hatte Spremberg die Studie bei Barth in Auftrag gegeben.