In der Nacht zum Sonnabend sind im Spremberger Ortsteil Terpe drei „Pro Bergbau“-Schilder zerstört und entwendet worden. Die Schilder wurden vor gut acht Jahren an den Ortseinfahrten aufgestellt. Initiator dieser Aktion war der Heimatverein Terpe, der das Attribut „bergbaufreundlich“ am liebsten auf den amtlichen Ortsschildern gesehen hätte. Das ist jedoch nicht rechtmäßig. Stattdessen gibt es die an die Gestaltung von Ortsschildern angelehnten Schilder. Für das Bekenntnis zum Kohlebergbau habe der Verein von Bergleuten und Sympathisanten Zuspruch erhalten, sagt der Vorsitzende des Heimatvereins, Lothar Hopka.
Er zeigt sich entrüstet über die Demontage der Schilder. „Da alle drei Schilder entwendet wurden, kann man von einer geplanten Tat ausgehen und sicherlich nicht von einem Dummejungenstreich.“ Zumal es auch eine Augenzeugin gibt, wie Hopka berichtet. Sie habe gegen 2.30 Uhr gesehen wie drei Personen in einem dunklen Auto im Ort gehalten hätten. Allerdings kam erst im Laufe des Sonnabends heraus, was sich in der Nacht abgespielt hat.

Stecken Kohlegegner hinter Spremberger Schilderklau?

Während die Nachricht im Ort die Runde machte, wurde auch die Polizei alarmiert. Obwohl die Beamten recht schnell vor Ort waren und die Anzeige aufgenommen haben, hat Hopka wenig Hoffnung, dass die Täter jemals gefunden werden. „Vermutlich sind es Kohlegegner, die die Schilder als Trophäen mitgenommen haben, aber finden wird man sie wohl nie.“
An allen drei Ortseingängen standen solche Schilder.
An allen drei Ortseingängen standen solche Schilder.
© Foto: Detlef Bogott
Ob die drei Schilder erneuert werden, vermag der Vereinsvorsitzende derzeit noch nicht sagen. Schließlich habe das Anfertigen und Aufstellen knapp 5000 Euro gekostet. Geld, für das der Verein lange Zeit sammeln musste. Derweil geht in Terpe die Angst um. „Wer weiß, was diesen Leuten als Nächstes ein Dorn im Auge ist“, sagt Hopka. Denn auch der Schwalbenturm oder das Bergbaudenkmal tragen deutliche Zeichen der langen und stolzen Bergbauhistorie des Ortes.