ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 18:13 Uhr

Auf die Plätze, fertig, los
Neue Laufbahn für Heidegrund-Schüler

 Sportskanone Ben Mallek wird die Ehre zuteil, das Band der neuen Aschebahn an der Heidegrundschule feierlich zu durchschneiden.
Sportskanone Ben Mallek wird die Ehre zuteil, das Band der neuen Aschebahn an der Heidegrundschule feierlich zu durchschneiden. FOTO: LR / Marcel Laggai
Spremberg. 50 Meter lang ist die neue Laufbahn der Heidegrundschule in Spremberg. Schüler und Schulleiterin zeigen sich begeistert. Die Jahre der Entbehrung haben nun ein Ende. Von Marcel Laggai

Der erste Tag des neuen Schuljahres gilt seit jeher als Tag voller Neuerungen. Für die Schüler der Heidegrundschule in Sellessen wurde er diesmal sogar ein regelrechter Feiertag. Nach langem Warten wurde dort am Montagvormittag nämlich die lange ersehnte Asche-Laufbahn feierlich eingeweiht. Selbstverständlich ließen es sich die Grundschüler nicht nehmen, die offizielle Freigabe gebührend in Szene zu setzen.

Mehr noch, dem zwölfjährigen Ben Mallek wurde die Ehre zuteil, das symbolische Band zu durchschneiden. Auch wenn der Sechstklässer ein paar Probleme mit dem Kappen des weißen Bandes hatte, war der Jubel im Nachhinein umso größer. Vorbei die andauernden Spaziergänge der Schüler zur Außensportanlage der Dorfgemeinschaft Sellessen/Haidemühl, um dort unterschiedliche Leichtathletik-Sportarten unter freiem Himmel abzuhalten.

Lange Wege haben ein Ende

„Für die älteren Schüler ist der Weg sicherlich kein Problem, aber für die Schüler der ersten bis dritten Klassen schon eine kleine Herausforderung“, so Schulleiterin Doreen Schöne. Nach Hin- und Rückweg hätten die „Kleinen“ oftmals nur eine Viertelstunde für den dortigen Sportunterricht gehabt, fügt sie hinzu. „Eine Situation, die wir so nicht länger hinnehmen wollten.“

Der Schulförderverein „Niederlausitzer Heideschule“ hatte bei all dem Engagement um die neue Laufbahn einen wesentlichen Anteil. „Seit knapp drei Jahren haben wir auf große Ausgaben beziehungsweise Anschaffungen verzichtet und das Geld stattdessen gespart“, erklärt ein Vereinsmitglied. Ob Weihnachtsmarkt, Schulfest oder Spendenlauf, jeder Euro wurde für die neue Doppel-Laufbahn gespart. Da die benötigte Summe im unteren fünfstelligen Bereich lag, dauerte es jedoch mehrere Jahre, das Geld zu sammeln. „Auch Dank der Unterstützung von Sparkasse und zahlreicher Eltern kamen wir dann doch auf die knapp 16 000 Euro, sodass wir im vergangenen November mit der praktischen Umsetzung des Projekts beginnen konnten.“

Schüler verfolgten Bauarbeiten hautnah

Direkt neben dem Bolzplatz der Schule, wo einst verwilderte Büsche das Areal prägten, rückte nun schweres Gerät an. Oder rückte vielmehr von einer Baustelle zur nächsten, wie der Schulförderverein mitteilt. „Durch eine Direktvergabe konnten wir dasselbe Unternehmen gewinnen, welches sich zuvor um den Um- und Ausbau des Hortgebäudes gekümmert hat.“ Ein kaufmännischer Schachzug, durch den die Arbeiten nahezu nahtlos anknüpfen konnten, fügt ein Vereinsmitglied hinzu. Besonders für die Jungs der Schule eine tolle Sache, wie sich die Schulleiterin erinnert. „Nicht selten verfolgten sie das Baugeschehen aus direkter Nähe und konnten somit den Fortschritt der Arbeiten genau verfolgen“, sagt Doreen Schöne.

Doch die Zeit der Entbehrung hat an der Heidegrundschule nun  ein Ende. So wundert auch nicht, dass unmittelbar nach der Freigabe die ersten Läufer über die rötliche 50-Meter-Bahn flitzten. Den Premieren-Lauf übernahmen Lenny Bauschardt und Willy Ewald, die  unter lautstarken Anfeuerungsrufen die Stecke auf Herz und Nieren testeten. Ob Länge, Breite oder Auslaufzone, alles würde den festgesetzten Regularien entsprechen, sodass selbst olympische Wettkämpfe auf der Aschebahn prinzipiell möglich wären, scherzt ein Vereinsmitglied.

Schulleiterin zeigt sich begeistert von neuer Laufbahn

Die Schulleiterin zeigt sich derweil froh darüber, dass die neue Bahn so gut gelungen ist und von den Schülern umgehend in Beschlag genommen wurde. „Das ist ein Zeichen dafür, dass sich das unermütliche Engagement der Unterstützer und Helfer gelohnt hat“, sagt Doreen Schöne und weiß zudem: „Ohne ihre Hilfe müssten wir wohl auch weiterhin den Weg zur Außensportanlage auf uns nehmen.“