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| 15:32 Uhr

Masterplan vorgestellt
Zukunftspläne für den Schomberg in Spremberg

 Der „Masterplan“ der Fraktion „die Nächste Generation“ für den Spremberger Schomberg: Konkret sind die Planungen nicht, eher Ideen. Auch die Finanzierungsfrage ist noch offen. Die Überlegungen sollen aber erweitert werden auf eine Gestaltung des Geländes über Schwimmhalle und Schule hinaus.
Der „Masterplan“ der Fraktion „die Nächste Generation“ für den Spremberger Schomberg: Konkret sind die Planungen nicht, eher Ideen. Auch die Finanzierungsfrage ist noch offen. Die Überlegungen sollen aber erweitert werden auf eine Gestaltung des Geländes über Schwimmhalle und Schule hinaus. FOTO: „Nächste Generation“ / „Nächste Generation“, Bearbeitung: Lehmann/lr
Spremberg. Auf der Spremberger Stadtverordnetenversammlung soll die zukunftsweisende Idee für das Quartier am Schomberg präsentiert werden. Ein Vorschlag sieht mehr Neubauten als nur eine Schwimmhalle vor. Von Marcel Laggai

Der Streit um einen Neubau der Spremberger Schwimmhalle schwelt bereits seit 2016 und sorgt aufseiten der Stadtverordneten für teils verhärtete Fronten. Auch die Fraktion „Die Nächste Generation“ hat sich dieses Themas angenommen, denkt aber einige Schritte weiter. „Wir haben uns nicht nur über den Neubau Gedanken gemacht, sondern ein mögliches Gesamtkonzept erarbeitet“, erklärt Fraktionschef Benny Stobinski. Es sei ein Masterplan, der den Schomberg als großes Ganzes betrachte, fügt der Spremberger hinzu.

Schon während der vergangenen Stadtverordnetenversammlung beteuerte Sabine Brückner, vom gleichnamigen Architekturbüro, „ein großes Entwicklungspotential für den Bildungs- und Sportstandort Schomberg“. So wundert es nicht, dass der entwickelte Masterplan mit etlichen Vorschlägen aufwarten kann. Den neuen Standort für das Schwimmbad sieht die Fraktion, entgegen der vorgestellten Varianten neben dem Wiesenstandort oder zwischen Kochsagrund und altem Stadion, vielmehr oberhalb des Stadions.

„So muss die Halle nicht in das Stadion hineingebaut werden und außerdem umgeht man den Höhenunterschied am Hang“, so Stobinski. Der Standort neben der Wiese, also oberhalb des Freibades, ist für die drei Fraktionsmitglieder indes keine gute Option. „Würde die Halle dort gebaut werden, dann hätte dies keinerlei Synergieeffekte für die Stadt“, ist sich Mario Blauth sicher. Gäste würde so größtenteils an- und abreisen, ohne das die hiesigen Geschäfte davon profitieren könnten, fügt Blauth hinzu.

Fraktion Nächste Generation schlägt Stadion-Ausbau vor

Anders beim Standort oberhalb des Stadions und neben dem Tennisareal. „Die Vereinsmitglieder hätten das neue Schwimmbad dann direkt nebenan, also fußläufig erreichbar“, so der Fraktionschef Stobinski. Die Drei gehen aber noch weiter und schlagen mit ihrem Konzept eine Verlegung des Vereinsheims vor. „Zentral zwischen Tennisplätze, Schwimmbad und Stadion könnte es zudem eine größere Gastronomie beherbergen“, schlägt Claudia Noack vor. Der Masterplan sieht zudem aber auch vor, dass man das große Stadion des Spremberger Sportvereins um 90 Grad „kippt“ und über den derzeitigen Bolzplatz legt. „Natürlich könnte man in diesem Zuge das Stadion gleich ausbauen, um es für größere Sportveranstaltungen attraktiv zu machen“, sagt Stobinski.

Den Ausbau des Schombergs zu einem zukunftsgerichteten Bildungsstandort hat „Die Nächste Generation“ in ihrem Masterplan ebenfalls forciert. Im Zentrum dessen steht ein Neubau der Berufsorientierenden Oberschule Spremberg (BOS). „Da man über einen BOS-Neubau auch schon seit geraumer Zeit diskutiert, könnte man ihn doch gleich zwischen das ehemalige Oberstufenzentrum (OSZ) und die Astrid-Lindgren-Grundschule setzen“, erklärt Blauth. Selbstverständlich würden die Spielgeräte der Kinder nicht verschwinden, sondern versetzt, fügt er hinzu.

Das ehemalige OSZ-Gelände soll – laut Masterplan – auch wieder zum Leben erweckt werden. „Das OSZ müsste Parkplätzen weichen und das dann frisch sanierte Wohnheim könnte ein Internat werden“, so der Vorsitzende der Fraktion. Bestenfalls würde sich das BOS in Sachen Zukunftstechnologien spezialisieren, um die Attraktivität über die Regionalgrenzen hinaus zu erhöhen, wünscht sich Stobinski.

In der großen Turnhalle könnten künftig Konzerte stattfinden

„Denkbar ist aber auch, dass in das Gebäude zusätzlich ein Hostel einzieht, für Gäste möglicher Sportevents“, wirft Noack ein. Diese könnten laut den Wünschen der „Generation“ nicht nur in der neuen Schwimmhalle oder dem neuen Stadion stattfinden, sondern in der großen Turnhalle. „Mit mehreren Feldern wäre nicht nur Platz für Schulklassen, Sportvereine oder Turniere, sondern auch für Konzerte“, beteuert Stobinski. Dank mobiler Tribünen- oder Bühnenkonstruktionen sei dies spielend möglich, fügt Blauth hinzu.

Obwohl die jungen Spremberger wissen, dass ihr Konzept recht illusorisch klingt, wünschen sie sich ihren Plan doch als Denkanstoß. „Natürlich wird von unserer Idee nicht alles umgesetzt, aber zumindest kann man sie doch alles Grundlage nehmen, um gemeinsam die Entwicklung eines ganzen Quartiers voranzutreiben“, so der Vorsitzende. Statt immer nur klein zu denken, könne man auch mal das große Ganze betrachten und Spremberg fraktionsunabhängig fit für die Zukunft machen, so Blauth. „Bestenfalls mit einem revitalisierten Wohngebiet auf dem Schomberg.“