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| 16:38 Uhr

Spremberg
Der Brunnen im Stadtpark bleibt ein Problem

Spremberg. Die Nano-Siber-Schicht über den Fliesen hält nicht, was sie verspricht.

Sämtliche Brunnen in Spremberg plätschern seit Wochen. Nur der Vollmert-Brunnen im Stadtpark auf dem Georgenberg steht erneut trocken. Er ist ein Problem-Brunnen. Doch das ist nicht die Schuld des Künstlers und Metallgestalters Manfred Vollmert aus Seidewinkel. Den Brunnen mit seinen Kupferschalen, die an Muscheln erinnern, hatte er 1974 für den Georgenberg geschaffen. 2001 musste die Stadtverwaltung den Brunnen stilllegen. Mutwillige Verschmutzungen sollen damals die Pumpe zerstört haben. 2004 diskutierten die damaligen Bauausschussmitglieder die Wiederbelebung. Sie rechneten mit Instandsetzungskosten von rund 2700 Euro. 2200 Euro wurden für den laufenden Betrieb einkalkuliert. Doch bald stellte sich heraus, dass nicht nur Mutwillen, sondern Bäume dem Brunnen zu schaffen machen. Viel Laub fällt in den Brunnen und verrottet. 2009 wurden die Fliesen von einer Spezialfirma versiegelt. Eine Nano-Silber-Schicht sollte helfen. Zwei Jahre später war die nächste Reinigung fällig.

Dass die Saison für den Brunnen spät beginnt, war 2017 so und ist auch in diesem Jahr nicht zu vermeiden. Gerd Schmiedel, Fachbereichleiter für Planen und Bauen: „Die Spezialfirma muss erneut ran.“ Die Schicht halte nicht, was sie verspricht. Doch die Stadtverwaltung ist zuversichtlich, dass der Vollmert-Brunnen im Juni wieder rauscht. Er gehört schließlich zu den größeren Brunnen der Stadt. Der Seemann-Pavillon lädt nur wenige Meter entfernt zum Ausblick ein, die alten Buchen und Ahornbäume spenden Schatten. Langsam welkt der Rhododendron, die Pfingstrosen blühen jetzt prächtig. Immer wieder neue Wiesenblumen locken Insekten: Derzeit fällt der gelbe Pippau auf, der Rotklee ist da – dank der Aktion „Blumenwiese“, für die der Spremberger Nabu-Regionalverband gemeinsam mit dem Grünwesen der Stadtverwaltung Flächen auch im Stadtpark ausgesucht hat. Dass die Wiesen, die Insekten und Vögeln mehr Futter bieten sollen, möglichst nur zweimal im Jahr gemäht werden, müssen die Stadtverwaltung und die Naturschützer aber regelmäßig gegenüber Bürgern verteidigen.