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| 17:39 Uhr

Spremberg
Hospizverein Spremberg übernimmt das Trauer-Café

 Nicole Benics (l.), Koordinatorin des Hospizvereins, und Franziska Böhm, die das Trauer-Café in Spremberg begleiten wird.
Nicole Benics (l.), Koordinatorin des Hospizvereins, und Franziska Böhm, die das Trauer-Café in Spremberg begleiten wird. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Die ehrenamtliche Hospizbegleiterin Franziska Böhm will sich auch um Trauernde kümmern. Von Igel-Allzeit

(ani) Anderswo heißen die Trauerkreise und Selbsthilfegruppen von Trauernden „Regenbogen“ oder ganz bewusst „Lebens-Café“. Doch Nicole Benics, Koordinatorin des ambulanten Hospiz- und Palliativberatungsdienstes der Malteser in Spremberg, schüttelt den Kopf. „Wir wollen die Trauer im Namen behalten und damit jeden abholen, der trauert“, sagt Nicole Benics. Sie hat Franziska Böhm an ihrer Seite. Die ehrenamtliche Hospizbegleiterin aus Spremberg hat eine Weiterbildung zur Trauerbegleiterin begonnen und ab dem 15. April taucht sie in die Praxis ein: Denn der ambulante Hospizverein wird das Spremberger Trauer-Café übernehmmen.

Über mehrere Jahre war das Bestattungsinstitut Tannenhauer in Spremberg für die Trauernden da und hat regelmäßig zum Trauerkreis in die Räume der Landeskirchlichen Gemeinschaft in der Heinrichstraße eingeladen. Ab April wird Franziska Böhm ihn fortführen.

Die 43-jährige Sozialarbeiterin und Sozialpädagogin freut sich auf diese Aufgabe. Seit 2014 bringt sie sich in die Hospizdienstarbeit ein. Durch private wie berufliche Erlebnisse fand sie zu diesem Ehrenamt. Und genau deshalb sieht sie sich nicht mal als „Moderatorin“. „Trauerbegleitung ist schwierig, es ist nur ein Angebot. Und ich sehe mich am Rande als Begleiterin und will im Trauer-Café Impulse geben.“ Im März haben sie Trauernde in der Gruppe schon kennen gelernt. Franziska Böhm kann zuhören. Und sie weiß, dass das Trauern oft schon vor dem Tod des geliebten Angehörigen beginnt. Einen Trauernden begleiten, das brauche Zeit. „Bei vielen Menschen dauert die Trauer Jahre, andere kommen mit dem Verlust schneller zurecht. Und jeder trauert anders. Wird meine helfende Hand beim ersten Mal abgewiesen, reiche ich sie nach einiger Zeit einfach noch mal“, so Franziska Böhm.

Am Montag, 15. April, um 15 Uhr wird das nächste Trauer-Café im Vorraum des Saals der Landeskirchlichen Gemeinschaft in der Heinrichstraße in Spremberg stattfinden. Alle, die trauern, die mit anderen Menschen darüber ins Gespräch kommen oder die einfach erst einmal zuhören wollen, sind dazu eingeladen, sagt Franziska Böhm. „Und es gibt Kaffee und auch ein Paar Plätzchen.“

 Nicole Benics (l.), Koordinatorin des Hospizvereins, und Franziska Böhm, die das Trauer-Café in Spremberg begleiten wird.
Nicole Benics (l.), Koordinatorin des Hospizvereins, und Franziska Böhm, die das Trauer-Café in Spremberg begleiten wird. FOTO: LR / Annett Igel-Allzeit