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| 17:23 Uhr

Spremberg
Unklar: Standort für neue Schwimmhalle

Spremberg. Der Neubau der Schwimmhalle hat im Spremberger Hauptausschuss eine rege Diskussion ausgelöst.

(ani) Doch nicht die öffentlich-private Partnerschaft (ÖPP), mit der der rund 17 Millionen Euro teure Neubau realisiert werden könnte, löste Verwunderung aus. Vielmehr waren einige Hauptausschussmitglieder überrascht, dass in der Studie der Beratungsgesellschaft für Behörden so klar ein Standort auf dem Freibadgelände genannt wird.

Wo genau der Neubau zwischen Kochsagrund und Elsterweg stehen soll, liege doch noch gar nicht fest, merkte Benny Stobinski (Die Nächste Generation) an. Wie Lars Fischer, Prokorist der Beratungsgesellschaft, mitteilte, habe die Stadtverwaltung für die vorläufige Wirtschaftlichkeitsuntersuchung diesen Standort angegeben. In seinen Erläuterungen zur ÖPP nannte er die Standortfrage als eines der größten Risiken, weil ein Standort für Überraschungen sorgen kann.

Standortuntersuchungen gehörten laut Lars Fischer nicht in die Aufgabenliste der ÖPP für den Spremberger Schwimmhallenneubau. Dass die Stadtverwaltung deshalb eine Standortuntersuchung nicht längst angeschoben hat, ärgert Benny Stobinski. Geld dafür sei im Haushalt 2018 eingeplant. Das will die Stadtverwaltung nun noch einmal prüfen.

Eine Standortuntersuchung muss ausgeschrieben und vergeben werden. Beschlüsse der Stadtverordneten sind dazu nötig. Benny Stobinski befürchtet, dass das in diesem Jahr nicht mehr geschafft werden kann. In einer außerordentlichen Sitzung will die Stadtverordnetenversammlung am Mittwoch beraten, ob sich Spremberg für den Schwimmhallenneubau um Fördermittel aus dem Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen in den Bereichen Sport, Jugend und Kultur“ bewirbt. Bürgermeisterin Christine Herntier sieht Chancen auf ein bis vier Millionen Euro, da nur wenige Kommunen sofort Pläne aus der Schublade ziehen können. Grundsätzlich könnten Fördermittel in konventionellen Finanzierungsmodellen wie in ÖPP-Modellen zum Tragen kommen. Allerdings, so Lars Richter, muss das Förderprogramm daraufhin studiert werden. Zudem empfiehlt er der Stadt, die Kommunalaufsicht zu befragen.