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| 15:56 Uhr

Brief an Ministerium
Spremberger SPD ringt um Hinweisschilder

Spremberg/Drebkau. Für die einmaligen Hinweisschilder an der Bundesstraße 97 bei Spremberg setzt sich der Ortsverein der SPD ein. Drei Mitglieder haben einen gemeinsamen Brief an die sozialdemokratische Infrastrukturministerin Kathrin Schneider verfasst.

Sie verteidigen die Schilder mit der Aufschrift „Perle der Lausitz“ gegen die Anordnung des Landesbetriebes für Straßenwesen, sie wieder entfernen zu lassen. Der Hinweis auf Spremberg an der Bundesstraße diene „als allgemeine Information der Reisenden“ zum Tourismus und zur Wirtschaft in Spremberg, schreiben der Bundestagsabgeordnete Ulrich Freese, der städtische SPD-Fraktionschef Dirk Süßmilch und der Kreistagsabgeordnete Jörg Rakete. „Fraglich ist für uns generell, ob die Wirkung derartiger Hinweisschilder jemals messbar ist und messbar sein muss“, erläutern sie. Zudem weisen sie darauf hin, dass die Stadt Spremberg das Pilotprojekt aus ihrem Haushalt bezahlte. Samt einer Demontage würden sich die Kosten demnach auf 12 000 Euro belaufen. Zugleich sei die Stadt gezwungen, Steuern zu erhöhen, Essengeldzuschuss für Kinder zu kürzen und Mittel für Vereine zu streichen. Diese Diskrepanz lasse sich den Bürgern nicht vermitteln.

Auch der Drebkauer Bürgermeister Paul Köhne (CDU) hält nichts davon, die Schilder bei Spremberg zu entfernen. Seine Stadt grenzt ebenso an eine Ortsumfahrung, und er sagt: „Ich würde mir für Drebkau derartige Zeichen an der Bundesstraße wünschen.“ Ein Hinweis darauf, dass Reisende in Drebkau übernachten oder den Marktplatz und Museen besuchen können, wäre laut des Bürgermeisters hilfreich.