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| 09:04 Uhr

Lausitzer Künstler
Schlagersängerin Franziska Wiese und die Liebe zur Heimat

 Im Mai 2014 hatten die Schlagersänger Franziska Wiese und André Stade in Spremberg im Duett gesungen. Archivfoto: Martina Arlt
Im Mai 2014 hatten die Schlagersänger Franziska Wiese und André Stade in Spremberg im Duett gesungen. Archivfoto: Martina Arlt FOTO: Martina Arlt
Spremberg/Berlin. Die aus Spremberg stammende Künstlerin kündigt sich zum Heimatfest an. Zur Lausitz pflegt sie eine besondere Beziehung. Von Torsten Richter-Zippack

Den 10. August sollten sich alle Fans der Sängerin und Violinistin Franziska Wiese schon mal vormerken. Denn an jenem Sonnabend wird die 32-Jährige erstmals seit Jahren wieder in ihrer Heimatstadt Spremberg auftreten. Während des Heimatfestes zeigt Wiese auf der Marktbühne ihr Können. Natürlich weiß gekleidet. Und natürlich barfüßig. Das ist schließlich ihr Markenzeichen. Mehr noch: Im Anschluss an den Auftritt will sich die Künstlerin mit ihren Fans im Kanu-Bootshaus an der Spree treffen.

Wem die Zeit bis August zu lang ist, kann sich bereits auf den 2. Juni freuen. Dann steht ein Auftritt auf der Hauptmarktbühne in Bautzen an. In der Oberlausitzer Hauptstadt wird an jenem Wochenende der Bautzener Frühling, eines der größten Volksfeste der Region, gefeiert. Und nur zwei Wochen später, am 16. Juni, singt und spielt Franziska Wiese im Spremberger Nachbarort Spreewitz, wo die Einheimischen die 600. Wiederkehr der urkundlichen Ersterwähnung feiern.

Von der Miss Cottbus zur Sängerin

Die Fans dürfen sich bei den drei Lausitzer Konzerten in erster Linie auf eigene Songs der Sprembergerin freuen. Diese sind auch in den drei Alben der Künstlerin vertreten. Mit dabei ist stets die markante Violine. „Ob in Spremberg, Spreewitz oder Bautzen: die dortigen Bühnen sind mir noch von damals bekannt. Ich freue mich, dass hier die Veranstalter wiederholt anfragen und mich auch buchen“, kommentiert Wiese.

„Es ist mir eine Ehre, wenn ich in meiner Heimat auftreten darf. Schließlich hat hier vor neun Jahren für mich alles begonnen“, sagt Franziska Wiese. Zu jener Zeit war die gebürtige Sprembergerin noch als Coversängerin Frencis auf den Bühnen der Region unterwegs.

Mehr noch: Bereits anderthalb Jahrzehnte sind ins Land gegangen, als Franziska Wiese zur Miss Cottbus gekürt worden war. Der Cottbuser Rocco Schmidt war damals ihr Manager und Talentförderer. „Er brachte mich in ein Tonstudio und erkannte, dass meine Stimme einen hohen Wiedererkennungswert besitzt und ich auf die Bühne gehöre“, erinnert sich Wiese. Allerdings legte die junge Frau damals einen größeren Wert auf eine solide Ausbildung.

Moderator Florian Silbereisen präsentierte Wiese als Newcomerin

Im Spremberger Rathaus wurde sie zur Verwaltungsfachangestellten ausgebildet. „Jedoch wurde mir dann klar, dass mich der Bürojob nicht erfüllt. So traten meine musikalischen und kreativen Fähigkeiten wieder in den Vordergrund. Von nun an war in mir der Wunsch geboren, mich wieder der Musik zu widmen, um eine berufliche musikalische Laufbahn einzuschlagen“, sagt die Künstlerin.

Im Sommer 2016 kam ihr erstes Album „Sinfonie der Träume“ auf den Markt. Produziert wurde es vom aus Dresden stammenden Schlagersänger André Stade. Nur wenige Monate zuvor hatte Moderator und Schlagersänger Florian Silbereisen die Sprembergerin während des „Großen Schlagerfestes“ als Newcomerin präsentiert. Anschließend folgten weitere Fernsehauftritte.

Obwohl sie heute in Berlin lebt, verfügt Franziska Wiese noch immer über eine starke Bindung zur heimatlichen Lausitz. „Hier habe ich eine glückliche Kindheit verbracht, bin mit Freundinnen tanzen gegangen, lernte meine erste Liebe kennen.“ Klar, dass die 32-Jährige gleich mehrere Lieblingsplätze in der Region hat. „Das Lausitzer Seenland begeistert mich jedes Mal, weil hier so viel Neues entsteht. Auch der Spremberger Schwanenteich bietet mir eine tolle Möglichkeit zur Erholung, ebenso der Garten meiner Großeltern in Trattendorf oder einfach die Terrasse meiner Eltern. Im Gegensatz zu meinem derzeitigen Wohnort Berlin, wo das Leben etwas hektischer ist, genieße ich hier die familiäre Atmosphäre und die Ruhe der etwas kleineren Stadt.“ Ob Franziska Wiese perspektivisch in Gänze wieder in die Heimatregion zurückkehrt, lässt die Sängerin offen.