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| 15:21 Uhr

Spender gern gesehen
Kleines Dankeschön für Wünschewagen-Unterstützer

 Große Freude haben die Frauen im Awo-Treff des Spremberger Ortsvereins in der Karl-Marx-Straße, wenn sie in der Gemeinschaft ihrem Hobby frönen können und dabei noch „viele nützliche Dinge verbringen können“. Birgit Kollath (3.v.r.) leitet die „Strick- und Häkelgruppe“ der Arbeiterwohlfahrt.
Große Freude haben die Frauen im Awo-Treff des Spremberger Ortsvereins in der Karl-Marx-Straße, wenn sie in der Gemeinschaft ihrem Hobby frönen können und dabei noch „viele nützliche Dinge verbringen können“. Birgit Kollath (3.v.r.) leitet die „Strick- und Häkelgruppe“ der Arbeiterwohlfahrt. FOTO: Arlt Martina
Spremberg. Die Spremberger Awo häkelt für einen guten Zweck – und da ist Wolle immer gefragt. Freitag kann sie abgegeben werden.

Immer Freitagnachmittag ist für zwölf Frauen der Spremberger Awo-Ortsgruppe die Strick- und Häkelzeit angesagt. Dann stricken sie nicht nur Socken, Schals, Mützen, Puppensachen und Oberbekleidung, sondern häkeln jede Menge Mäuse. Diese Mäuse sind für alle Spender, die mit ihrem Zutun den Wünschewagen unterstützen.

„Mehrere Gruppen der Volkssolidarität und eben weitere Senioren in der Stadt wie die Awo-Strick- und Häkelfrauen unterstützen uns bei der Aktion“, sagt Sabine Rackel von der Freiwilligenagentur Spremberg. Tausende Mäuse wurden schon gestrickt. Benötigt werden dafür auch halbe Nussschalen, die dann umhäkelt werden und noch Augen bekommen.

Die kranken Menschen, die dann ihren letzten Wunsch mit dem Wünschewagen erfüllt bekommen, erhalten eine blaue Maus. Das hat den Grund, da blau die Farbe des Wünschewagens ist. So haben nicht nur die Spender ein Andenken mit der Maus, sondern oft auch die Angehörigen der schwerstkranken Menschen. „Gespendet werden kann bei uns in der Freiwilligenagentur oder man zahlt auf das entsprechende Konto des Wünschewagens Geld ein“, erklärt Sabine Rackel.

Wer vielleicht Zuhause noch Wolle übrig hat, kann sie gern freitags ab

14 Uhr im Awo-Treff in Spremberg abgeben.

„Ich persönlich bin nicht der Typ, der so kleine Sachen stricken kann“, sagt Leiterin Birgit Kollath (50), die auch gern neue Leute in ihrer Runde begrüßen würde. „Ich stricke seit mehr als 30 Jahren, aber eher Bekleidungsoberteile. Doch unsere Frauen machen das schon, sind mit großem Elan dabei. Sie häkelten schon hunderte Mäuse, eine tolle Aktion.“ Zu den jüngsten Mitstreiterin bei den Strick- und Häkelfreunden gehören Cindy Schultz (35) und Tochter Sabrina (18).

Der Brandenburger Wünschewagen gibt schwerstkranken Menschen noch einmal die Möglichkeit, zu einem Ort zu reisen, den sie unbedingt noch einmal besuchen möchten. Dies geschieht ehrenamtlich. Circa 30 Fahrten im Jahr werden durchgeführt.

(mat)