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| 17:35 Uhr

Konzert auf Freilichtbühne
Auf Augenhöhe mit Max Giesinger in Spremberg

Max Giesinger rockt die Freilichtbühne FOTO: Anja Guhlan
Spremberg. Der Pop-Musiker Max Giesinger präsentierte sich und seine Songs seines aktuellen Albums „Reise“ am Freitagabend vor etwa 2700 Fans auf der Freichlichtbühne in Spremberg. Die Stimmung auf dem Open-Air-Konzert war ausgelassen. Fans sind aus der gesamten Region und sogar aus Berlin und Dresden angereist, um den Künstler live zu erleben. Von Anja Guhlan

Zum ersten Mal reiste der Musiker Max Giesinger nach Spremberg, um am Freitagabend auf der Freilichtbühne aufzuspielen. Mit einem emotionalen und zugleich rockigen, authentischen und publikumsnahen Konzert begeisterte er rund 2700 Besucher und holte auch allerlei Überraschungen aus seinem Reiserucksack.

Giesinger trifft den Nerv vieler Leute

Leuchtende Handylampen über den Köpfen der Besucher. Max Giesinger fängt an zu singen „Seid ihr bereit“. Und das Publikum jubelt. Max Giesinger trifft den Nerv vieler Leute. Die Freilichtbühne ist am Freitagabend proppevoll gewesen – rund hunderte Fans sind gekommen, um den Pop-Sänger zu feiern. Bei dem zweiten Song „Legenden“ tritt Giesinger plötzlich ins Publikum. Mit der ersten Zuschauerreihe erfolgt ein Handshake nach dem anderen: „Hallo ich bin der Max und wer bist du?“ Der gebürtige Waldbronner will Publikumsnähe zeigen. Er verspricht ein wunderbares Open-Air-Konzert mit gewohnter Intimität. Einhundert Prozent Max Giesinger eben. Mit seiner lockeren Art gelang es ihm mühelos das Publikum in seinen Bann zu ziehen.

Dann präsentiert der Musiker einige Songs wie „Roulette“, „Ultraviolett“ und „Reise“ von seinem neuesten Album, dass im November vergangenen Jahres erschien. Aber auch die aus dem Radio bekannten Songs wie „Wenn sie tanzt“ erklingen. Die Liedtexte von Giesinger gehen leicht ins Ohr. So singt das Publikum lautstark mit: „Und wenn sie tanzt, ist sie woanders“.

Als Straßenmusiker angefangen

Extrem offen zeigt sich der Künstler auf der Bühne. Als er seine Bandkollegen vorstellt und bei einem Bandmitglied ins Englische wechseln muss, gibt er offen die damalige Fünf in Englisch zu und verrät sogar, dass es auch mal eine Fünf in Musik gab. Giesingers Leben verlief in vielen Schleifen, das bemerkt auch das Publikum. Denn Giesinger, der als Straßenmusiker angefangen hat, hat es über Umwege geschafft, nun in ausverkauften Hallen zu spielen. Das erzählt er ganz offen. Das macht ihn sympathisch.

Aber auch seine Stimme lässt die Herzen der Fans dahin schmelzen. Mal rockig und mal einfühlsam. Er wagte sich aber auch auf Pfade abseits des von ihm so gern gesungenen Deutschpops hinaus. Die 40-jährige Annett aus dem Publikumdurfte auf die Bühne steigen. Sie wählte aus einem riesigen Rucksack drei verschiedene Songs aus Max‘ Cover-Zeit als Straßenmusiker aus, die dann von der Band gespielt und von Max gesungen wurden. So coverte er unter anderem Coolios 1990er Jahre-Megahit „Gangstas Paradise“ und den Song „Sonne“ von Rammstein. Zuvor hatte er das Publikum noch gebeten: „Jetzt bitte nicht mitfilmen, ich weiß auch nicht, was das jetzt wird.“ Doch das Publikum fand die Cover-Aktion so irre, dass manche doch mit ihren Kameras drauf hielten.

Musiker hautnah erleben

Für Annett Dotzauer (40) aus Leuthen ein unvergesslicher Moment. „Noch nie durfte ich Max Giesinger so nah sein“, freut sie sich als Fan. Auch andere Besucher aus dem Publikum zeigen sich begeistert: „Ich bin echt geflasht von der Show. Wir konnten ihn hautnah erleben, ihn als energiegeladenen und auch sympathischen Typ kennenlernen und auch seine Musik haut einen einfach um“, meint Cindy Meißner (28) aus Cottbus. Für das Urteil „Super“ entscheidet sich Patrick Konrad (45) aus Berlin auch als Mann nach dem Konzert: „Ein wirklich super Konzert und ein authentischer Musiker“.

Als der Song „80 Millionen“ während der Zugabe erklingt, gibt es plötzlich kein Halten mehr. Konfettiregen prasselt erneut auf das Publikum nieder. „Ich find den Max richtig cool“, meint die 11-jährige Aimee aus Friedrichshain, die mit ihrer Mutter Yvonne Schulz zum Konzert angereist ist. „Ich mag die Musik von Max Giesinger auch unwahrscheinlich gerne, aber meine Tochter ist der noch größere Fan“, kommentiert die Mutter. Gerne hätte Aimee noch ein signiertes Autogramm von Max bekommen, aber nach drei gespielten Zugaben kommt Max Giesinger nicht mehr vor die Bühne. Stattdessen werden die Fans schnell von der Freilichtbühne gedrängt. Das ärgert Marita Pohlig (52) aus Groß Luja etwas: „Gerne hätten wir noch ein Weilchen auf der Freilichtbühne verweilt, stattdessen wird man verdrängt. Schade. Aber an sich ein sehr schönes Konzert, dass lange in Erinnerung bleiben wird.“

Max Giesinger rockt die Freilichtbühne FOTO: Anja Guhlan