Bagger schaufeln eifrig auf einem Stück Wiese an der Spree in Höhe Cantdorf/Wilhelmsthal. Große Planen wurden angeliefert, Splitt, Wackersteine und Erde ist angehäuft. Doch die Fläche, die in der Größe eines Tennisplatzes aufgerissen und eingeebnet ist, wird kein viertes Sedimentationsbecken. Das versichert Thomas Frey, Referent von Dirk Ilgenstein, dem Präsidenten des Landesamtes für Umwelt in Brandenburg. Sondern es ist ein Lagerplatz für Baumaterialien.

„Im Rahmen der Gewässerunterhaltung wird auf rund 150 Metern Länge der Deich an der Spree gesichert. Die hierfür erforderlichen Materialien werden vorm Einbau auf der vorbereiteten Fläche zwischengelagert“, so Frey.

Radwege wird für Bauarbeiten gesperrt

Bereits im Vorjahr lief eine Deichsicherung auf der Cantdorfer Uferseite, weshalb ein schmaler Dammweg mehrere Monate gesperrt war. Bei den aktuellen Arbeiten werde nun der Radweg an der Spree teilweise gesperrt bleiben. Hinweisschilder sind inzwischen aufgestellt. Sprembergs Stadtverwaltung selbst hatte die Arbeiten im Januar angekündigt, zur Sperrung des Radweges aber keine Aussagen treffen können.

Mitte Februar, so Frey, sollen die Arbeiten bereits abgeschlossen sein. „Deshalb hoffen wir auch, das Kranichpaar im Frühjahr nicht mehr zu stören.“ Seit einigen Jahren legt ein Kranichpaar mit seinem Jungtier auf dieser Wiese regelmäßig Zwischenstopps ein. Ihr Trompeten bei den An- und Abflügen hallt über die Fläche. Jetzt im Winter halten sich an der gesperrten Wilhelmsthaler Brücke größere Gruppen von Stockenten auf.