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Sportlich, gigantisch, stählern

Spremberg.. Es ist zu einer guten Tradition beim SC Spremberg 1896 geworden, zum Saisonabschluss ein Fußballspiel zwischen Vätern und Söhnen stattfinden zu lassen. In diesem Jahr tat man das am 14. Juni. Rege Beteiligung und wunderschönes Wetter waren garantiert. Von Uwe Hartenstein

Dabei bildeten die C-Junioren, die in der nächsten Saison in die B-Jugend wechseln, gemeinsam mit ihren Vätern die eine Mannschaft und die im nächsten Jahr noch in der C-Staffel spielenden Junioren die andere.
Der Ehrgeiz, vor allem seitens der Väter, war während des gesamten Spiels unübersehbar. Jeder spielte mit vollem Einsatz, dabei blieb das Match zu jeder Zeit fair. Die in der C-Jugend bleibenden Junioren gingen in Führung, ehe die andere Mannschaft kurz vor der Pause noch ausglich.
Auch die zweite Halbzeit bot interessante Szenen, die durch die bleibenden C-Junioren durch zwei weitere Tore gekrönt wurden. Dieselben Junioren gewannen auch das anschließende Elfmeterschießen.
Nach dem Sport war der Durst natürlich bei allen Beteiligten riesengroß. Bei kühlen Getränken und Gegrilltem fand zwar der sportliche Wettkampf am späten Nachmittag sein Ende, nicht aber die Saison. Diese wurde mit einem Ausflug nach Lichterfeld am 21. Juni abgeschlossen.
An diesem Tag hieß es für die C-Junioren schon um 8.30 Uhr aufbrechen zu einer der größten beweglichen Arbeitsmaschinen der Welt, der F 60. Im Volksmund wird die Förderbrücke auch „liegender Eiffelturm“ genannt, obwohl sie mit 502 Metern ihren Namensgeber sogar um 200 Meter überragt. Bei einer Höhe von 80 Metern und starkem Wind hielt sich die Höhenangst auf dem 11 000 Tonnen schweren Giganten allerdings in Grenzen. Entschädigt wurde man an diesem herrlichen Tag mit einem fantastischen Rundblick über die Lausitz. In der eineinhalb Stunden dauernden Führung wurde uns viel Wissenswertes vermittelt, zum Beispiel, dass die Brücke nur etwa ein Jahr in Betrieb war.
29 000 Kubikmeter wurden früher in einer Stunde vom Bagger gefördert. Das entspricht einem Gewicht von etwa 50 000 Tonnen. In ein paar Jahren wird hier eine einzigartige Erlebnislandschaft mit Hüttendorf, Campingplatz, Jugendherbergen und Badestränden entstehen, erzählte man uns.
Nach der Führung wurde den Ausflüglern mitgeteilt, dass man auch mit einem Fahrstuhl zur Aussichtsplattform hätte fahren können, das aber in den wenigsten Fällen vor der Führung gesagt werde.
Abschließend gab es für jeden noch einen kleinen Imbiss, ehe sich die Autos an diesem erlebnisreichen Tag wieder in Richtung Spremberg in Bewegung setzten.