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Judo
Wie der Titelgewinn einer Weltmeisterschaft

Flieg' mit mir: Stefan Niesecke (r.) von Asahi Spremberg und der Abensberger Marc Odenthal spielen mit der Schwerkraft.
Flieg' mit mir: Stefan Niesecke (r.) von Asahi Spremberg und der Abensberger Marc Odenthal spielen mit der Schwerkraft. FOTO: Kein Fotograf erkannt!
Spremberg. Im Bundesliga-Viertelfinale unterliegen die Judoka von Asahi Spremberg zwar deutlich mit 3:11 – verdienen sich aber dennoch den Respekt des Rekordmeisters. red/swr

In der Viertelfinal-Hinrunde hat es die fast schon einkalkulierte Niederlage für die Judoka des KSC Asahi Spremberg gegeben. Gegen den deutschen Rekordmeister TSV Abensberg hatten die Lausitzer bei ihrer Playoff-Premiere nichts anderes erwartet. Mit Christopher Völk, Sebastian Seidl, Sven Maresch, Marc Odenthal und Beka Gviniashvilli hatten die Bayern fünf Olympia-Teilnehmer mitgebracht. Am Ende hieß es 11:3 für den Favoriten.

Die Spremberger Judoka verkauften sich teuer und erkämpften sich den Respekt des 20-fachen Deutschen Meisters. "Wir hätten ein bis zwei Kämpfe sogar drehen können. Die Jungs haben fantastisch gekämpft, die Fans waren wie immer großartig. Alles in allem war es ein geiler Abend. Darauf können wir alle stolz sein", fasste Trainer Mike Göpfert den Abend zusammen.

Die drei Spremberger Punkte durch die beiden Leichtgewichtler Maximilian Zimmermann und Vincent Giller sowie Schwergewicht Sebastian Bähr wurden wie der Titelgewinn einer Weltmeisterschaft gefeiert. Aber auch das engagierte Auftreten von Kapitän Stefan Niesecke, der mit Olympia-Starter und Grandprix-Sieger Marc Odenthal sogar ins Golden Score ging, sowie Michel Daue und Kevin Schröder, die ihre Kontrahenten mehrmals zum Wackeln brachten, sorgten für Szenenapplaus in der proppenvollen Haidemühler Wettkampfarena. "Ein paar Wertungen mehr hätte ich mir für unsere Jungs und natürlich auch die Fans gewünscht. Aber keiner muss hier enttäuscht sein. Es bleibt eine fantastische Saison und wir werden am Samstag in Abensberg noch einmal alles geben und versuchen, den großen Bayern irgendwo ein Bein zu stellen", so der Vereinsvorsitzende Dirk Meyer.

Auch sonst hielt der Abend alles, was er versprochen hatte. Die Halbzeitshow durch Mareike Lehmann vom Tanzstudio Femella aus Cottbus war nicht nur für Männer ein heißer Tanz. Spreewaldbauer Ricken versorgte die Zuschauer mit ausreichend Gurken und die Lichtshow von 392 Ton sorgte für besonderes Flair in den Playoffs. In der Halbzeitpause gab es noch zwei besondere Highlights für die Nachwuchsabteilung der Judoka. Durch den Deutschen Olympia Sport Bund (DOSB) wurde dem KSC das Grüne Band, der höchste Preis im Nachwuchsleistungssport in Deutschland, verliehen. Passend dazu übergab der Präsident des Brandenburgischen Judoverbandes Asahi-Chef Meyer die Ernennungsurkunde zum Landesstützpunkt für Nachwuchsleistungssport. Die beiden Auszeichnungen sind Ausdruck für die hervorragende Arbeit der Judoka und ihren Trainern sowie den vielen ehrenamtlichen Helfern beim KSC.

Die nächste Mammutaufgabe lässt nicht lange auf sich warten. Vom 3. bis 5. November organisieren die Spremberger mit dem Deutschen Jugendpokal in Senftenberg die größte Nachwuchsveranstaltung Deutschlands. Erstmal reist man Samstag aber nach Bayern.

FOTO: Kein Fotograf erkannt!