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| 17:51 Uhr

Judo
Spremberger Judoka empfangen einen Topfavoriten

Foto: Siegertypen Walheim – von dieser ?erfolgreichen Mannschaft gegen Walheim(11:3) werden am Samstag ?gleich 9 Kämpfer fehlen – hinzu kommen die 10 Langzeitverletzten. Keine guten Voraussetzungen für die Spremberger Judoka
Foto: Siegertypen Walheim – von dieser ?erfolgreichen Mannschaft gegen Walheim(11:3) werden am Samstag ?gleich 9 Kämpfer fehlen – hinzu kommen die 10 Langzeitverletzten. Keine guten Voraussetzungen für die Spremberger Judoka FOTO: privat
Spremberg. Judo in Holle – da war doch was? Am Samstag kommt es in der Bundesliga zu einem Wiedersehen der beiden Mannschaften.

Am Samstag kommt einer der Topfavoriten auf den Staffelsieg in der 1. Judo-Bundesliga nach Spremberg. Judo in Holle – das ist die Mannschaft, die den Lausitzer Mattenkämpfern im vorigen Jahr zu einem neuen Image verhalf. Die Geschichte ist bekannt und soll nach Aussagen der Spremberger Verantwortlichen auch Geschichte bleiben. Natürlich wird Spreewaldbauer Ricken seiner „Gurkentruppe“ und den Fans trotz allem wieder reichlich Gurken zur Verfügung stellen. Die Spremberger Judoka, die in Holle ein völlig überrraschendes Remis erkämpft hatten, hatten in der vergangenen Saison zwei Gurkengläser an den Ligakonkurrenten Judo in Holle verschickt, nachdem deren Trainer die Lausitzer als Gurkentruppe bezeichnet hatte.

Auf der Matte stehen an diesem Samstag die Vorzeichen allerdings etwas anders als beim furiosen Remis im letzten Jahr. Judo in Holle ist derzeit noch ungeschlagen und liegt hinter dem amtierenden Deutschen Meister Hamburg auf Platz zwei. Nach den verpassten Play-Offs im Vorjahr haben die Holler Macher noch einmal tief in die Tasche gegriffen und fast ein komplettes Team zum schon sehr breit aufgestellten 2017er Kader dazu geholt. „Diesmal wollen sie nichts dem Zufall überlassen und mit aller Macht ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft einziehen“, so Dirk Meyer, der Spremberger Asahi-Chef.

Die Spremberger Jungs hingegen haben nix zu verlieren und können am Samstag nur gewinnen. Der Begriff Rumpf-Elf ist dabei gar nicht so weit her geholt. 19 Ausfälle bereiten den beiden Trainern Göpfert und Rex große Kopfschmerzen. Zu den nach wie vor zehn Langzeitverletzten gesellt sich der komplette Jugend-Kader. In München findet zeitgleich das Ranglisten-Turnier der U20 statt und da müssen Limmer, Giller, Bahlo und Co. eben hin. Der verbleibende Rest wird alles daran setzen, den Hollern die Gurken zu versalzen. Teamgeist und Fans sind gefordert, und die Jungs um Kapitän Oleg Ilts müssen mal wieder über sich hinauswachsen, um nicht unter die Räder zu kommen.

Freuen dürfen sich die Lausitzer Judo-Fans auf den britischen Meister und Junioren WM-Fünften Jamal Petgrave. Petgrave besetzt die verwaiste Gewichtsklasse bis 90 Kg und wird am Samstag in Neu Haidemühl sein Debüt in der Deutschen Judo-Bundesliga geben.