ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 19:26 Uhr

Judo
Letztes Aufgebot am Tag der Hochzeit

Asahi-Trainer Mike Göpfert (l.) heiratet am Samstag. Zum Heimkampf um 18 Uhr soll es dann möglichst zwei Punkte als Geschenk geben. Das wird gegen den Tabellendritte Hertha Walheim aber eine schwierige Aufgabe.
Asahi-Trainer Mike Göpfert (l.) heiratet am Samstag. Zum Heimkampf um 18 Uhr soll es dann möglichst zwei Punkte als Geschenk geben. Das wird gegen den Tabellendritte Hertha Walheim aber eine schwierige Aufgabe. FOTO: Asahi Spremberg
Spremberg. Fast 20 Judoka fehlen Asahi Spremberg zum Heimkampf am Samstag. Trainer Göpfert soll trotzdem beschenkt werden. red

Nach ihrer unglücklichen Heimpleite gegen Bottrop im April wollen die Bundesliga-Judoka von Asahi Spremberg nun an diesem Samstag mit ihrem Publikum im Rücken endlich auch zu Hause die ersten Punkte einfahren. Zu Gast in der Halle in Haidemühl ist ab 18 Uhr der Tabellendritte TSV Hertha Walheim. Spremberg ist nach einem Sieg und zwei Niederlagen aktuell mit zwei Punkten Siebter im Neunerfeld der 1. Liga Nord. Ein besonderer Abend wird es für Trainer Mike Göpfert werden.

Erstmals überhaupt findet das anstehende Duell in der Bundesliga statt. Denn jahrelang kämpften beide Teams in der 2. Liga, wobei die Spremberger nicht nur gute Erinnerungen an das Team aus dem Aachener Süden haben. Am Samstag wollen sie aber den Schwung aus Hamburg mitnehmen, wo sie sich beim 4:10 ordentlich aus der Affäre gezogen hatten, und vor allem ihrem Coach Mike Göpfert ein ordentliches Hochzeitsgeschenk bereiten. Denn Asahis Trainer heiratet am Samstag seine Tine und würde sich anschließend sicher über zwei Punkte freuen.

Leicht wird das nicht. Denn der Gegner hat bereits fünf Zähler auf dem Konto und extrem starke Holländer und Belgier in seinen Reihen, so Dax Biesbrouck, Jur Spijkers oder Damian Bomboir.

Doch auch die Lausitzer Judoka müssen sich nicht verstecken. Das hat zuletzt der Sieg von Kapitän Oleg Ilts über den amtierenden Europameister in Hamburg gezeigt. Und auch aus Spremberg musste schon so mancher Favorit ohne Punkte die Heimreise antreten.

Leider ist die Verletztenliste auf Asahi-Seite nicht kleiner geworden. Die Ausfälle von Vincent Giller und Maximilian Zimmermann im Leichtgewicht, Lucas Gerlach und Luc Meyer in der Klasse bis 66 Kilo, Daniel Lenk und Kapitän Oleg Ilts (bis 73), Emil Kosjanik und Johannes Karsch (bis 81), Marc Natho und Ole Patzenhauer  (bis 90) sowie Stefan Niesecke, Marcel Jamet und Mariusz Krueger (bis 100) sind eigentlich nicht zu kompensieren. Hinzu kommen noch die beiden angeschlagenen Danni Tempel und Marcel Schaarschmidt. Insgesamt fehlen fast 20 Athleten.

Dafür könnten der 18-jährige Robin Bahlo und das erst 16-jährige Spremberger Eigengewächs Julian Krupper ihr Heimdebüt geben. Mit von der Partie könnte auch erstmals in  dieser Saison einer der Publikumslieblinge sein. Sebastian Bähr wird voraussichtlich im Spremberger Aufgebot stehen.

Angesichts der Vorzeichen ist Trainer Michael Rex mit Blick auf die schwierige Aufgabe am Samstag nicht gerade erfreut. „Bei diesem Aufgebot brauche ich mir wenigstens keine Gedanken zu machen, wen ich wann aufstelle“, versucht sich Rex in Galgenhumor.

 Es gibt aber auch Positives zu berichten. Der polnische Meister bis 81 Kilogramm hat für Samstag zugesagt. Damian Szwarnowiecki erkämpfte dieses Jahr  Platz zwei beim Europacup in Prag und feierte mit dem Sieg beim Grand Prix in Samsun 2016 seinen bisher größten Erfolg. Und Spreewaldbauer Ricken spendiert wieder Gurken für alle.