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| 20:19 Uhr

Kanu
Kanu-Spektakel am Spremberger Wehr

Die Kießlichs waren gut dabei beim Masters. Anja Kießlich (Foto) gewann bei den Damen der Altersklasse A, André Kießlich im C1 der Altersklasse A.
Die Kießlichs waren gut dabei beim Masters. Anja Kießlich (Foto) gewann bei den Damen der Altersklasse A, André Kießlich im C1 der Altersklasse A. FOTO: Detlef Bogott
Spremberg. 130 Teilnehmer aus ganz Deutschland waren bei den German Masters der SG Einheit am Start. Von Detlef Bogott

Die 7. German Masters am vergangenem Samstag am Spremberger Wehr waren ein letztes großes sportliches Highlight der SG Einheit in dieser Saison. An dem bestens organisierten Wettkampf nahmen 130 Teilnehmer aus ganz Deutschland teil, unter ihnen viele Größen des deutschen Kanusports.

Einzel- und Mannschaftsläufe bekamen die Zuschauer dabei zu sehen. Die Teilnehmer aus 34 Vereinen starteten in fünf Altersklassen. Bedingung bei den Masters: Sie mussten älter als 32 Jahre sein.

Unter ihnen war auch der gebürtige Spremberger Sebastian Winter (37), der hier an der Spree einst das Paddeln lernte. Der ehemalige Junioren-Europameister betreut heute in Halle die WM-Starterin Lisa Fritsche. Mit Gisela Groß stieg eine der ganz großen Kanuslalom-Sportlerinnen in das Boot. Die siebenfache Weltmeisterin und Olympiasilber-Gewinnerin von 1972 hatte den Applaus auf ihrer Seite.

Der älteste Teilnehmer der German Masters war der 80-jährige Wolfgang Schulz, der aus Südfrankreich die 1600 Kilometer auf sich nahm und am Wettkampf teilnahm.

Den ganzen Tag über war eine fantastische Stimmung an der Rennstrecke am Weißen Wehr. Selbst das Wetter hatte sich mit strahlendem Sonnenschein auf den Sporthöhepunkt eingestellt. So mancher Sportler reiste sogar mit Kindern an, was den German Masters einen familiären Charakter verlieh.

Von Mixbooten bis zum Einerkanadier waren alle Bootsklassen des Kanu-Slalom vertreten. Für das Dreier-Frauen-Mannschaftsteam Angelique Leonhard aus Duisburg sowie Elke Berg und Sabine Schu aus Düsseldorf war es der dritte Wettkampfbesuch in Spremberg. Alle drei Frauen kennen sich seit 23 Jahren. Die braune Spree sahen die Frauen als das kleinste Übel an. So gute Wettkampf- und Trainingsbedingungen wie in Spremberg gebe es in den Großstädten weniger, erzählten sie. Kleinen Paddelvereinen fehle oftmals das Geld. „Ganz klares Wasser gibt es kaum noch in Deutschland. Das Wasser der Erft, einem Nebenfluss des Rheins in Nordrhein-Wertfalen im Rhein-Kreis Neuss, kommt ebenso braun bei uns aus dem Tagebau am Hambacher Forst“, erzählten die Frauen.

Am Abend fand dann im Saal des Spremberger Vereinsquartiers die Siegerehrung statt. Die Schirmherrin, Bürgermeisterin Christine Herntier, und Sprembergs Spreenixe Nicole Pietkiewicz wurden von den Langen Kerls der SG Einheit begleitet. Für eine Überraschung sorgte Dr. Volker Warstat vom deutschen Kanuverband. Er überreichte Einheit-Trainer Armin Kießlich als Dank für sein persönliches Engagement und die besondere Unterstützung des Deutschen Kanu-Verbandes die DKV-Ehrenurkunde in Gold.

Für Armin Kießlich von der SG Einheit Spremberg (r.) gab es von Volker Warstat die DKV-Ehrenurkunde in Gold.
Für Armin Kießlich von der SG Einheit Spremberg (r.) gab es von Volker Warstat die DKV-Ehrenurkunde in Gold. FOTO: Detlef Bogott