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| 15:49 Uhr

Fußball
Das Spremberg-Derby: Ein bisschen Hänseln gehört dazu

 Anpfiff: Am Samstag steigt das nächste Spremberg-Derby in der Landesklasse Süd.
Anpfiff: Am Samstag steigt das nächste Spremberg-Derby in der Landesklasse Süd. FOTO: FuPa Brandenburg
Spremberg. In der Fußball-Landesklasse teilt das Derby zwischen dem SSV und dem SCS die Stadt Spremberg am Samstag wieder in zwei Lager. Der letzte Sieg vom SSV liegt mittlerweile ein Jahrzehnt zurück. Von Steven Wiesner

Als der Spremberger SV zum letzten Mal ein Derby gegen den SC Spremberg gewinnen konnte, spielte Energie Cottbus noch in der Bundesliga und der FC Bayern wurde von Jürgen Klinsmann trainiert. Mit anderen Worten: Es ist verdammt lange her. Das weiß auch SSV-Spielertrainer Peter Röder, der vor dem nächsten Vergleich am Samstag (15 Uhr) sagt: „Ein Sieg ist schon lange überfällig.“ Im März hat der bislang letzte Erfolg über den Stadtrivalen vom Hubertusweg zehnten Jahrestag „gefeiert“. Von den darauffolgenden fünf Duellen gingen vier an den SC Spremberg, einmal teilte man die Punkte. Eine lange Durststrecke.

Ein Derby hat für SSV-Eigengewächs Röder immer auch etwas mit Charakter und Mentalität zu tun. „Und da muss ich leider eine Selbstanzeige stellen“, sagt der 35-jährige Abwehrchef. Denn in diesen Belangen hat sich der SCS zuletzt mehr verdient als der SSV. Frei nach dem Motto „Arbeit ist die wärmste Jacke“ haben die Slamener einfach mehr investiert in den Nachbarschaftsduellen. „Wir sind da manchmal in Schönheit gestorben und wollten dem Gegenspieler den Ball lieber durch die Beine schieben, während uns der SC die nötige Robustheit vorgelebt hat“, bemängelt Röder.

Auch fußballerisch aber hat der SCS den Konkurrenten aus der Drebkauer Straße in den letzten Jahren überholt. Nicht umsonst trennen beide Teams vor dem Kräftemessen 26 Punkte und zehn Tabellenplätze. Auch deshalb sagt Röder: „Ich sehe das Spiel eher als Bonus für uns. Ich bin weit weg davon zu sagen, dass wir gewinnen müssen.“

Jan Domann nimmt die Favoritenrolle gerne an. „Das Momentum ist da einfach bei uns zurzeit“, sagt der Kapitän des SC Spremberg. „Ich hoffe trotzdem, dass der SSV nicht absteigt. Denn so viele Zuschauer wie in diesen Duellen haben wir wohl in keinem anderen Ligaspiel.“ Seiner Meinung nach ist das Derby auch eher freundschaftlich als verhasst. „Aber um Prestige geht es natürlich trotzdem und da werden die anderen auch mal ein bisschen gehänselt. Das muss aber so sein – sonst wäre es ja kein Stadtderby.“