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| 18:27 Uhr

Judo
Asahi lässt zu Hause Punkte liegen

Emil Kosjanik (KSC, oben) war bei den Sprembergern der Mann des Tages. Er siegte zweimal vorzeitig.
Emil Kosjanik (KSC, oben) war bei den Sprembergern der Mann des Tages. Er siegte zweimal vorzeitig. FOTO: Frank Hammerschmidt
Spremberg. Die Bundesliga-Judoka aus Spremberg kassieren eine unnötige 6:8-Niederlage gegen Bottrop.

Der erste Bundesliga-Heimsieg der Spremberger Asahi-Judoka in der neuen Saison ist auf frühestens Anfang Juni vertagt. Dann gibt es für das Team gegen Hertha Walheim die Gelegenheit, sich für die unglückliche 6:8-Niederlage gegen den JC 66 Bottrop am vergangenen Wochenende zu rehabilitieren.

Dabei hatten sich die Spremberger gegen Bottrop viel vorgenommen. Die Jungs um Kapitän Oleg Ilts kämpften auch aufopferungsvoll und das Duell war an Spannung vor knapp 450 Zuschauern nicht zu überbieten. Einziges Manko: das Ergebnis.

Die von Bestrafungen zerwirkten Kämpfe nutzten die Bottroper am Ende clever für sich und gewannen so drei Begegnungen im Golden Score. Die Asahi-Judoka bekamen an diesem Tag sage und schreibe 24 Bestrafungen. Zum Vergleich: Die anderen sechs Bundesliga-Teams bekamen in ihren drei Begegnungen zusammen nur 29. „So etwas habe ich noch nicht erlebt. Die Kämpfe wurden durch die vielen unnötigen Strafen kaputt gemacht und da fehlt es unserem jungen Team einfach noch an Erfahrung. Es tut mir echt leid für unsere Jungs, da war mehr drin“, resümierte Vereinschef Dirk Meyer.

Im ersten Durchgang stand es nach sechs Begegnungen 3:3, wobei der Sieg von Mariusz Krueger besonders hervorzuheben ist. Dieser hatte sich bei der Erwärmung verletzt und konnte nur unter starken Schmerzen kämpfen, biss sich aber für das Team durch und glich zum 3:3 aus. Marc Natho führte anschließend bis fünf Sekunden vor Schluss und verspielte noch die Halbzeitführung. „So etwas darf Marc nicht passieren. Er ist so erfahren und hätte sogar noch eine Bestrafung in Kauf nehmen können. Wenn wir mit 4:3 in die Pause gehen, dann gewinnen wir auch das Ding“, so Co-Trainer Michael Rex.

Nach der Pause ging es genau so weiter. Spannende Kämpfe, Emotionen pur, Bestrafungen über Bestrafungen und ein Spremberger Team, das sich gegen die drohende Niederlage aufopferungsvoll wehrte. Der erst 20-jährige Emil Kosjanik avancierte dabei zum Mann des Tages. Mit seinem zweiten vorzeitigen Sieg glich er zum 5:5 aus. Der polnische Meister und Neuverpflichtung Tomasz Domanski musste sich anschließend aber dem italienischen Meister D`Arco durch drei Bestrafungen (ergibt eine Disqualifikation) beugen. Aleksander Beta verkürzte auf 6:7 und so hatte der erst 21-jährige Ole Patzenhauer die schwere Aufgabe, das Unentschieden zu sichern. Im Golden Score fiel dann letztendlich die Entscheidung gegen Patzenhauer und den KSC Asahi.

Am nächsten Kampftag haben die Spremberger Judoka erstmal frei und danach müssen sie zum amtierenden Deutschen Meister nach Hamburg. Am 9. Juni gibt es dann in Spremberg den nächsten Anlauf für einen Heimsieg.