| 19:19 Uhr

Ostern
Spiele und Brüche zu Ostern erleben

Groß und Klein feiern in Terpe ihr zweites Osterfest.
Groß und Klein feiern in Terpe ihr zweites Osterfest. FOTO: Detlef Bogott
Terpe. Groß und Klein feiern in Terpe im ,,Alten Konsum" ihr zweites Osterfest

Zum zweiten Osterfest im ,,Alten Konsum“ hatten der Heimatverein, die Frauengruppe, der Jugendklub und die Feuerwehr eingeladen. Schon am Nachmittag ging es los für Kinder, Großeltern und Eltern. Alte Oster-Traditionen standen im Mittelpunkt des gemütlichen Beisammenseins. Besucher konnten beim Eier bemalen ihre Kreativität zeigen. Kerstin Freißler zeigte die Wachs-Bossier-Technik. Bei dieser Methode wird Wachs in verschiedenen Farben auf das weiße, braune oder zuvor gefärbte Ei getupft. Notwendig für der die Wachbossiertechnik sind unbedingt Wachse in unterschiedlichen Farben, so Kerstin Freißler und erklärt auch gleich die Vorteile: „Die aufgetupften Muster und Ornamente verbleiben auf dem Osterei, somit fällt das Entfernen des Wachses von den Eiern weg, sowie auch das zeitaufwändige, mehrmalige Einfärben der Eier.“

Das Ei stand auch im Mittelpunkt, als es um Spiele und Bräuche ging. Karin Groba, die viele Jahre Direktorin der Grundschule Schwarze Pumpe war, verstand es die Kinder zu begeistern. Beim Eierlaufen hatten die Jungen und Mädchen einen riesigen Spaß. Nich immer blieb das Eiauf dem Löffel liegen, bevor das Ziel erreicht war.

Nicht weniger Spaß hatten die Kinder beim Sackhüpfen. Sie mussten ihre Beine in einen leeren Sack stecken, der ihnen bis kurz vor den Hüften reichte. Auch hier galt es das Ziel zu erreichen, indem sie den Sack mit beiden Händen nach oben zogen und so um die Wette hüpften. Beliebt ist das Spiel bis heute geblieben und vor allem auf Kinder- oder Volksfesten ein riesiger Gaudi. Um so erstaunlicher, dass Sackhüpfen einst Olympische Disziplin war. So bei den Spielen von St. Louis 1904, die auch als die „Westernspiele“ in die Geschichte eingingen.

Neben sportlichen Aktivitäten stand auch die Kunst an diesem Nachmittag auf dem Programm. In einer kleinen Kunstausstellung zeigten Terp´sche Künstler ihre Werke. Frank Mathiszik hatte seine Bleistiftzeichnungen mit dem Schwerpunkt Technik und Fahrzeuge ausgestellt. Volkmar Twarz seine Werke zeigen Grafiken, Ölmalerei wie auch Computer-Bilder. Selbstverständlich gab es auch wieder den schmackhaften bekannten Terp´schen Kuchen. Den hatte die Frauensportgruppe für das Osterfest gebacken. Und backen konnten auch die Jüngsten. Mit Bäckermeisterin Marion Klammer wurden Hasenköpfe aus Teig kreiert und ausgestochen, die dann in den Ofen geschoben wurden. Der gesamte „Alte Konsum“ roch wie eine Bäckerei.

Musikalisch wurde es schließlich gegen 18 Uhr. Die Spremberger Bläsergilde um Roland Bartko spielten zum Auftakt ein Ständchen, bevor es dann anschließend zum Lampion- und Fackelumzug durch das Dorf ging. Die Kinder und Jugendlichen hatten auch trotz den leichten Regens ihre Freude an dem Umzug. Die Dexter-Rinder und Terpes Storch der schon vor Ort ist ließen sich durch das fröhliche Treiben nicht stören.

Am Dorfteich enderte der Umzug und es wurden mehrere Feuerschalen angezündet. Stockbrote wurden in das Feuer gehalten. In der Schutzhütte in der es mollig warm war, hat der erst kürzlich neu gegründete Jugendklub von Terpe die Verpflegung übernommen.