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| 18:30 Uhr

Freude über Festival Soundcity 2020
Spremberg spielt die erste Geige

Sonja Junghänel ist seit dem Aufbau der Spremberger Musikschule dabei. Sie ist stolz, dass Spremberg den Zuschlag für „Sound City 2020“ erhalten hat.
Sonja Junghänel ist seit dem Aufbau der Spremberger Musikschule dabei. Sie ist stolz, dass Spremberg den Zuschlag für „Sound City 2020“ erhalten hat. FOTO: Catrin Wuerz
Auswahl der Stadt für Musikfestival im Jahr 2020 führt zu begeisterten Reaktionen. „Spremberg hat alle überzeugt“, sagt Gerrit Große, Vorsitzende des brandenburgischen Musik- und Kunstschulverbandes.

Sonja Junghänel reagierte überrascht, als sie erfuhr, dass sich Spremberg tatsächlich um das Festival bewirbt. „Damit hatte ich nicht gerechnet“, sagt die Chefin der Musik- und Kunstschule.

Umso mehr freut sie sich darüber, dass die Stadt im Jahr 2020 ein riesiges Musikprogramm ausrichten wird. „Den Zuschlag hat Spremberg völlig zu Recht bekommen“, erklärt Sonja Junghänel. „Wir arbeiten hier mit einer erfahrenen Mannschaft, und ich hoffe, dass uns alle Schulen und Eltern zur Seite stehen.“

Einstimmig fiel der Beschluss im Vorstand des brandenburgischen Musik- und Kunstschulverbandes. „Spremberg hat alle überzeugt“, erläutert die Vorsitzende Gerrit Große. Als Argumente dienten nach ihren Worten die profilierte Musikschule im Kulturschloss, die große Freilichtbühne und die schöne Altstadt, „wunderbar geeignet für das vielfältige Bühnenprogramm des Festivals“.

Ihrem Urteil schließt sich der Geschäftsführer des Verbandes an. „Spremberg stach in seiner Bewerbung mit einer Reihe günstiger Kriterien hervor“, sagt Winnetou Sosa. „Wir freuen uns darüber, dass die Stadt ausgewählt wurde, und wir freuen uns auf das Festival.“ Andere Orte im Land Brandenburg hätten sich ebenfalls um „Soundcity 2020“ beworben. Doch der Verband habe sich darauf verständigt, über die Zahl und die Namen der nicht ausgewählten Städte Diskretion zu wahren. Stattdessen wolle er nur bekanntgeben, wer schließlich den Zuschlag für die Veranstaltung erhalten hat.

Zum ersten Mal gelangte der Erfolg für Spremberg am Mittwoch in die Öffentlichkeit. Landrat Harald Altekrüger (CDU) berichtete im Kreistag davon, dass die Stadt das Festival ausrichten wird. Die Spremberger Bürgermeisterin Christine Herntier erklärte daraufhin: „Wir freuen uns riesig, dass unsere Bewerbung für das Festival vom 26. bis 28. Juni 2020 beim Verband der Musik- und Kunstschulen Brandenburg so großen Zuspruch gefunden hat.“ Die Stadt Spremberg werde sich als würdiger Gastgeber erweisen. So erinnerte die Bürgermeisterin in ihrer Reaktion an den Brandenburgtag im Jahr 2014, der ebenfalls in Spremberg stattgefunden hatte. An früheren Festivals dieser Art nahmen bis zu 2000 musizierende Kinder und Jugendliche teil. Nach Angaben der Bürgermeisterin bietet sich somit den Einwohnern von Spremberg „die Chance, ein kostenfreies Kulturangebot zu erleben“.

Die Mehrheit der Stadtverordneten hatte sich im September für die Bewerbung ausgesprochen. Die Gesamtkosten der Stadt Spremberg belaufen sich laut der Unterlagen aus dem Rathaus auf ungefähr 178 000 Euro. Zugleich erwarten die zuständigen Fachbereiche einen Ertrag von 96 000 Euro. Daraus resultiert ein Zuschussbedarf von 82 000 Euro. An der Finanzierung wird sich auch der Landkreis beteiligen. Diese Bedingung knüpften die Stadtverordneten an ihre Zusage für die Spremberger Bewerbung.

Schon im Jahr 2007 hatte die Stadt das Festival ausgerichtet, das damals noch den Titel der Landesmusikschultage trug. Damit zeigt sich nach Angaben der Mitarbeiter des Rathauses, dass Spremberg in der Lage ist, eine solche Veranstaltung zu stemmen. Winnetou Sosa vom Verband der Musik- und Kunstschulen sagt: „Alle Jugendlichen aus dem Land Brandenburg, die eine Musikschule besuchen, werden sich an diesen Tagen für Spremberg interessieren.“ Das Festival wird im Jahr 2020 bereits zum 13. Mal stattfinden.