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| 16:39 Uhr

Spremberg
Bauern finden Frauen und die Matrosen tanzen

Zum „Sommer-Carneval“ in Schwarze Pumpe waren auch die Mini-Funken schon ein echter Hingucker.
Zum „Sommer-Carneval“ in Schwarze Pumpe waren auch die Mini-Funken schon ein echter Hingucker. FOTO: Detlef Bogott
Schwarze Pumpe. Die Pumpschen Karnevalisten feiern ein Vieteljahrhundert „Sommer-Carneval“. Hunderte Besucher wurden am Samstag im Freibad gezählt.

Wenn das Männerballett Märchen erzählt, Bauern eine Frau finden und die Saalpolizisten zu Matrosen werden, dann ist wieder „Sommer-Carneval“ in Schwarze Pumpe. Die Karnevalisten des Pumpschen Carneval-Club (PCC) haben sich am Samstag das Freibad zum 25. Mal für einen Sommertag übernommen. Den ganzen Tag über gab es kulturelle Höhepunkte und Wettkämpfe. Zum Abendprogramm und zur späteren Party zog es wieder Hunderte Menschen in das Freibad Schwarze Pumpe.

Das Wetter hätte besser nicht sein können, erste Wasserratten zog es schon am Morgen ins kühle Nass. Fünf Herren- und fünf Frauenmannschaften trafen sich vormittags zum traditionellen Volleyballturnier. Bei den Männern siegte die Landskron-Bande, und bei den Frauen siegten die „Fleißigen Bienchen“. Nachmittags unterhielten die Zumbinas die Gäste mit Zumbatänzen. Die ältere Generation, die seit Jahren dem Schwimmbadförderverein die Treue hält, zeigte sich als gutgelauntes Publikum Der Kuchen, den die Bewohner des Kinderheims gebacken hatten, war so lecker, dass er schnell weg war. Kita- und Hort-Erzieher schminkten die Kinder.

Neptun tauchte samt Gemahlin und Häscher auf. Der Gott der fließenden Gewässer und der springenden Quellen wurde abermals von Jens Mager verkörpert. Neptuns Häscher fingen im Minutentakt Täuflinge ein. Sogar einige Freiwillige waren darunter. Der neue Imbiss-Anbieter aus Partwitz überlegt, sein Angebot auch während des Badebetriebes im Sommer anzubieten.

Ein Motto brauchen die Karnevalisten nicht, denn es gilt: „Beim PCC ist das ganze Jahr Karneval.“ Die ersten Proben fürs Programm liefen im März und April. Alles stand unter der Regie von Sebastian Schmeier, dem Vizepräsidenten des PCC. Urgestein des PCC, ,,Ossi“ Torsten Kaasche, war in diesem Jahr nicht dabei. Der Verein übermittelte aber beste Genesungswünsche. Da waren aber die beiden Faschings-Ulknudeln Siegfried Langner und Gerda Bartsch. Siegfried Langner ist mit seinen 79 Jahren noch einer der Gründungsmitglieder des Karnevalsvereins. Mehrere befreundete Karnevalsvereine, wie unter anderem die Welzower und die Großräschener und Vertreter des Karnevalverbandes Lausitz (KVL) gehörten zu den Gästen.

Vor den Karren hatten sich neben dem PCC und dem Schwimmbadverein die Freiwillige Feuerwehr Schwarze Pumpe, der Ortsbeirat und der Siedlerverein spannen lassen. Vor dem diesjährigen Einmarsch des Elferrates begrüßte PCC-Vizepräsident Sebastian Schmeier Sprembergs Bürgermeisterin Christine Herntier. Sie lobte in ihrer kleinen Ansprache: ,,Ein Vierteljahrhundert Tradition in Schwarze Pumpe und immer wieder neue Ideen, die zünden – das ist eine große Leistung. Ein toller Zusammenhalt seit vielen Jahren.“

Das Programm eröffneten die Diamonds und die Mini-Funken mit dem Disney-Tanz. Stefanie Sachse, Mandy Meister und Nadine Frank als Trainerinnen leisten eine tolle Arbeit. Viel Beifall gab es für die beiden Solisten Jouline und Thorben, die seit Jahren das Programm mit ihren schönen Stimmen bereichern. Lustig wurde es mit dem Männerballett. Sie erzählten das Märchen von Hänsel und Gretel auf eine ganz andere Art. Dem Thema „Bauer sucht Frau“ nahm sich in diesem Jahr die letzte Reserve des PCC vor. Hier fehlten auch Inka und Bauer Heinrich nicht. Mit einem Pistengaudi überraschte die Funkengarde das Publikum. Die Saalpolizei hatte sich mit dem Matrosentanz einen neuen tollen Gag ausgedacht.

Verantwortlich für die Technik waren Frank und Co. Der Schweizergarten sorgte fürs leibliche Wohl. Tosender Applaus von 500 Karnevalsfreunden war das Dankeschön für die 50 Mitwirkenden.