ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 14:07 Uhr

Sockelentscheidung fällt am Haken

Dieser Granitstein soll umgesetzt werden. Foto: Gentzsch
Dieser Granitstein soll umgesetzt werden. Foto: Gentzsch FOTO: Gentzsch
Schönheide. Mit 200 Euro aus der Kopfgeldkasse und Unterstützung von zwei Firmen wird der fünf Tonnen schwere Gedenkstein für den „Prinzenretter“ Heinrich von Hagen umgesetzt. „Sobald der Mais geerntet ist“, sagt Ortsvorsteher Wilfried Noack (parteilos). kg

Noch steht der Granitbrocken am Waldrand von Schönheide, versteckt hinter meterhohem Mais. Für die Aktion „Gedenkstein“ sei alles vorbereitet. Dietmar Kalz, Geschäftsführer der LTS Groß Luja, hat Kranhilfe zugesagt, die Bauzeichnungen hat Martina Nowothnick vom gleichnamigen Planungsbüro aus Graustein angefertigt und auch der Standort steht fest. Der 2,20 Meter hohe Findling bekommt einen Platz an der Ecke des Schlossparks Schöne Heide/ Am Waldesrand. Dazu wird ein Stück der Hecke zurückgesetzt. Noch ist ungewiss, ob der Gedenkstein mit oder ohne Sockel den neuen Standort erreicht. „Das entscheidet sich, wenn der Stein am Haken hängt“, sagt Noack. Bricht der Sockel weg, kommt der Stein auf ein 1 x 1,80 Meter großes Fundament mit Bewehrung. Nun fehlt dem Ortsvorsteher nur noch ein gutes Foto von der Relieftafel. Die alte Tafel war einer Schrottaktion zum Opfer gefallen und für eine neue Bronzetafel reicht das Geld der Schönheider nicht.

Im Jahr 1870 hat Generalleutnant von Hagen dem Prinzen Albrecht das Leben gerettet und dafür zwei Denkmale bekommen: Eins steht am Schloss Berlin-Charlottenburg (mit einer bronzenen Relieftafel), das andere Exemplar in Schönheide. Dort hatte die Familie von Hagen 53 Jahre im Herrenhaus gelebt.