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| 02:49 Uhr

So helfen Bürger ihrem Heimatort

Rene Wappler
Rene Wappler FOTO: M. Behnke (DC)
Kommentar. Die Spendenaktion für die Grausteiner Kirche offenbart, welches Potenzial im Engagement der Einwohner für ihren Ort steckt. Nahezu 70 000 Euro sind bereits zusammengekommen – und das ohne Fördermittel. René Wappler

Ohnehin scheint das Spenden-Modell allmählich populär zu werden, nicht nur in Graustein. Der Spremberger Landesgartenschau-Verein mag im vergangenen Jahr eine Niederlage erlitten haben, als Wittstock und nicht, wie erhofft, die Perle der Lausitz den Zuschlag für das große Fest im Jahr 2019 erhielt. Trotzdem plant der Verein weiter für die Zukunft, auch dank der Hilfe von Sponsoren. So wollen die Mitglieder das Fundament der alten Kapelle auf dem Georgenberg freilegen.

Engagement für die Heimat lebt jedoch nicht nur vom Geld: Viele Spremberger helfen unentgeltlich im Ehrenamt den Asylbewerbern im Spree-Neiße-Kreis, und auf die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren können die Städte ohnehin nicht verzichten. Dies sind nur einige Beispiele dafür, wie der Einsatz der Bürger die alltägliche Demokratie stärkt. Wenn jedoch die Kommunen weiter finanziell ausbluten, kann er in Enttäuschung umschlagen. Spendenaktionen und Hilfe im Ehrenamt sind eben nichts Selbstverständliches. Es ist immer wieder hilfreich, sich dessen bewusst zu bleiben.

rene.wappler@lr-online.de

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