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| 02:51 Uhr

Sicherheit im Straßenverkehr fordert lange Wartezeiten an Schranke

Die Schranke an der Senftenberger Straße.
Die Schranke an der Senftenberger Straße. FOTO: trt1
Spremberg. Wer es als Auto- oder Fahrradfahrer in der Senftenberger Straße in Spremberg eilig hat, besitzt meist schlechte Karten. Denn wenn die dortigen Schranken am Bahnübergang einmal geschlossen sind, dann bleiben sie es auch eine ganze Weile. Torsten Richter/trt1

Genauer gesagt, im Schnitt vier Minuten. So lange dauert es, bis ein Zug den Übergang passiert hat, teilt das Bergbauunternehmen Vattenfall Europe mit. Denn auf dieser Trasse verkehrten ausschließlich Kohlezüge, die entweder in Richtung Kraftwerk Schwarze Pumpe oder zum Kraftwerk Jänschwalde fahren. Dabei benötigten die Züge aus Schwarze Pumpe bis zu drei Minuten, bis der Übergang erreicht ist, aus Richtung Jänschwalde dagegen nur anderthalb Minuten.

Vielen Verkehrsteilnehmern auf der Senftenberger Straße kommen diese Zeiten wie eine Ewigkeit vor. Daher bilden sich mitunter vor den Schranken längere Fahrzeugschlangen. Schließlich ist die Senftenberger Straße die schnellste Verbindung von Spremberg in Richtung der namensgebenden Stadt sowie nach Welzow.

Dennoch werden sich die Schranken auch künftig nicht schneller öffnen, sagt Vattenfall-Sprecherin Kathi Gerstner. Denn einerseits müsse auch dem langsamsten Passanten nach Einschalten des roten Warnlichtes Zeit für ein Verlassen des Übergangs eingeräumt werden. Und zum anderen gelte es, unnötige Bremswege und Anfahrmanöver der Züge zu vermeiden. "Dadurch werden auch die Geräuschbelästigungen für die Anwohner minimiert. Zudem können die Züge so energieoptimal und umweltschonend fahren", erklärt Gerstner.

Pro Tag überqueren im Schnitt 16 Züge die Senftenberger Straße. Bei einer Gesamtschließzeit der Schranken von vier Minuten pro Zug ist die Straße rund eine Dreiviertelstunde am Tag gesperrt. An knapp 1400 Minuten kann der Übergang passiert werden.