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Grenzüberschreitendes Gesundheitsprojekt
Selbsthilfe verbindet Spremberg und Szprotawa

Im Albert-Schweitzer-Haus berieten die Partner aus Szprotawa und Spremberg über ihre Zusammenarbeit.  ⇥Foto: René Wappler
Im Albert-Schweitzer-Haus berieten die Partner aus Szprotawa und Spremberg über ihre Zusammenarbeit. ⇥Foto: René Wappler FOTO: René Wappler / LR
Spremberg. Partner wollen Betroffene aus beiden Städten zusammenführen und so neue Kontakte knüpfen. René Wappler

Ein deutsch-polnisches Netzwerk von Selbsthilfegruppen soll Betroffenen aus Spremberg und der Partnerstadt Szprotawa dabei helfen, neue Kontakte zu knüpfen und ihre Erlebnisse auszutauschen. In dieser Woche besuchte deshalb Jakub Boryna vom deutsch-polnischen Zentrum für Bildung und Austausch gemeinsam mit der stellvertretenden Kämmerin von Szprotawa, Katarzyna Dziedzic, das Albert-Schweitzer-Haus. „Wir wollen uns über gemeinsame Projekte verständigen und voneinander lernen“, erklärte Jakub Boryna.

Immerhin existieren in Spremberg und Umgebung bereits 30 solcher Selbsthilfegruppen, wie Anne Wartenberg vom Albert-Schweitzer-Familienwerk berichtet. Die Sozialpädagogin leitet die Kontakt- und Informationsstelle für diese Gruppen beim Albert-Schweitzer-Familienwerk. „Im April habe ich in Polen eine Fortbildung besucht, die sich an Frauen nach Krebs richtete“, erläutert sie. „Auch in Spremberg gibt es ja eine solche Gruppe.“

Eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit planen die Partner auch für Menschen, die an Depressionen erkrankt sind. Jakub Boryna sagt: „Wir wollen zeigen, dass die Leute selbst Initiative ergreifen und solche Gruppen gründen können.“

Für das nächste Frühjahr sind zwei Konferenzen der Selbsthilfegruppen in Spremberg und Szprotawa geplant: Das erklärt der Geschäftsführer des Albert-Schweitzer-Familienwerks, Dr. Holger Wahl.