Frühzeitig sollen die Spremberger über den Bauplan zum neuen Schwimmbad am Kochsagrund informiert werden. Dass in der Verwaltung nun erst Anfang März ein Termin für die frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung gefunden wurde, ärgerte am Montag Peter Reininger (CDU), Vorsitzender des Spremberger Hauptausschusses. Das Problem sei gewesen, einen freien geeigneten Raum zu finden, bestätigt Bürgermeisterin Christine Herntier (parteilos). Aber für sie sei Anfang März durchaus früh genug. Reininger schüttelte den Kopf. Zu seinem Wunschtermin am 25. Februar braucht die Vergabekommission den Ratssaal. „Ihr habt so viele Besprechungsräume. Für unsere Vergabekommission hätte ein kleiner Raum gereicht“, so Reininger.

Im Ratssaal im Ratshaus soll die Bürgerinformationsveranstaltung nun am 2. März um 17 Uhr beginnen. Über die allgemeinen Ziele und Zwecke der Planung werde laut Bürgermeisterin Herntier informiert. „Den Bürgern wird Gelegenheit gegeben, sich zu äußern und Ideen zu erörtern“, versichert sie.

Standort 2 favorisiert

Vor knapp einem Jahr, am 27. Februar 2019, hatte die damaligen Stadtverordneten beschlossen, dass der Bebauungsplan 105 „Schwimmbad Kochsagrund“ aufgestellt wird. Die Beschlussvorlage zum Standort 1, der am Kochsagrund komplett auf einer Waldfläche gelegen hätte, zog die Verwaltung zurück. Der zweite Standort, teils auf Landwirtschaftsfläche, Wald und Grünfläche im Freibad-Gelände gelegen, wurde favorisiert. Der Beschluss fiel mit 13 Ja-Stimmen, zehn Gegenstimmen und einer Enthaltung knapp aus. Die Fraktion Die Nächste Fraktion hatte vorab erklärt, an der Abstimmung nicht teilnehmen zu wollen. Als Ziele für die Planung zum 3,26 Hektar großen Geltungsbereich wurde vereinbart, planungsrechtliche Voraussetzungen zu schaffen, die den Bau einer Schwimmhalle und der nötigen Nebenanlagen zulassen. Eine Teilfläche für Sport- und Spielanlagen soll mit der Zweckbestimmung „Schwimmbad“ ausgewiesen werden und das bestehende Freibad nebenan planungsrechtlich gesichert bleiben. Dass eine Umweltprüfung durchgeführt wird, wurde mehrheitlich beschlossen. Fachgutachten zum Schall- und Artenschutz sollten gesondert beauftragt werden.