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Schwimmer spenden Geld für Jonas

Die Spremberger Feuerwehr (Platz 10) schenkte ihren Pokal Jonas Fuhry. Eine zusätzliche Spendensammlung für den an Leukämie erkrankten Jungen organisierte die Wasserwacht.
Die Spremberger Feuerwehr (Platz 10) schenkte ihren Pokal Jonas Fuhry. Eine zusätzliche Spendensammlung für den an Leukämie erkrankten Jungen organisierte die Wasserwacht. FOTO: Detlef Bogott/dbo1
Spremberg. Das 24-Stunden-Schwimmen dieses Jahres ist Geschichte, und das vorweg: Die zurückgelegte Strecke konnte im Vergleich zum Vorjahr um Einiges überboten werden! 2684,6 Kilometer haben die mehr als 500 Schwimmer zurückgelegt. 15 Mannschaften waren angetreten. Christiane Bertram

Premiere für Christine Herntier (parteilos) am Sonnabend kurz vor 12 Uhr: Als Bürgermeisterin von Spremberg gehört sie zur Prominentenriege, die sich traditionell noch vor dem offiziellen Start die Ehre gibt. Ebenfalls mit dabei: das Urgestein der Spremberger Wasserwacht, Hans-Jürgen Hempel. Zwar wohnt der inzwischen in Österreich, aber bei der 18. Auflage des 24-Stunden-Schwimmens durfte er nicht fehlen. Hans-Jürgen Hempel war es übrigens, für den die Schwimmer im letzten Jahr mehrere Hundert Euro gespendet hatten. Seine Wohnung in der Nähe von Passau war beim Hochwasser 2013 geflutet worden.

Auch in diesem Jahr wird gesammelt - für den Viertklässler Jonas Fuhry. Der Zehnjährige ist im Januar an Leukämie erkrankt und musste wochenlang im Krankenhaus bleiben. "Ich freue mich, dass so viele an mich denken!", sagte Jonas kurz nach dem Start gegenüber der RUNDSCHAU. "Wenn ich erst wieder richtig gesund bin, dann ist es mein größter Wunsch, ein Skateboard zu bekommen." Jonas' Mutter möchte zusätzlich von dem Spendengeld Nachhilfe für ihn organisieren. "Er hat viel Schulstoff verpasst und möchte unbedingt in seiner alten Klasse bleiben. Da die Chemotherapie aber erst in der letzten Ferienwoche endet, muss er bis dahin viel aufholen, um den Anschluss zu schaffen."

Die Spendenbereitschaft ist groß unter den Schwimmern. Eine genaue Summe steht noch nicht fest. Denn Peter Reininger, einer der Hauptorganisatoren des Schwimmfestes, hat ein Konto einrichten lassen, auf das auch noch in den nächsten Tagen eingezahlt werden kann. "Ich find das ganz große Klasse, dass so ein Sportevent für solche Zwecke genutzt wird.", so der 16-Jährige Tim Morgenstern von der Wasserwacht Perleberg.

Besondere Freude an dieser Stelle über das Resultat unserer RUNDSCHAU-Kollegin Annett Igel, die mit 20,6 Kilometern in ihrer Altersklasse den 2. Platz belegt hat!

Noch ein Novum: 60 Kinder und Jugendliche vom MDR-Kinder-Chor Leipzig schwammen mit. Sie hatten per Mundpropaganda vom 24-Stunden-Schwimmen erfahren.

Zum Thema:
Jüngste Teilnehmer: Max Schoch (6), Wilhelmine Kobus (4)Älteste Teilnehmer: Hans-Jürgen Bründel (79), Marlen Hennig (72)Sieger AK 7: Marteo Arndt (3 km); Sieger AK 10: Lukas Nachtigall (9 km), Emma Borgwald (14,8 km);Sieger AK 14: Ferry Manthei (21 km), Sarah-Louise Stephan (21,1 km); Sieger AK 18: Tommy Korb (22,7 km), Anna Lischke (30,6 km);Sieger AK 25: Roel Van Beek (43,3 km), Josephine Wirthgen (29,4 km); Sieger AK 35: Steffen Hiekel (44,9 km), Franziska Gollesch (15 km); Sieger AK 50: Robert Roller (35 km), Kati Nguyen Ngoc (21,5 km); Sieger AK Ü50: Volker Knauth (46,9 km), Daja Manthei (26 km);Gewinner Nachtpokal: Janes Müller (18,5 km), Denise Kottwitz (11,7 km);Mannschaft: 1. KSC Strausberg (152,7 km); 2. Freitaler Plantscher (151,4 km)Mannschaft Nacht: 1. Freitaler Plantscher (49,8 km); 2. Wasserwacht Rebesgrün (44,7 km)Teilnehmerstärkste Mannschaft: Freiwillige Feuerwehr Spremberg (49) vor MDR-Kinderchor (47) und Kinderheim Spremberg (44) www.24-h-schwimmen.de