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Schwarzer Schlamm beunruhigt Einwohner von Friedrichshain

Friedrichshain. Die Einwohner von Friedrichshain befürchten, dass Schadstoffe ins Grabensystem ihres Dorfes gelangt sind. Wie Andreas Paul Mekelburg vom Ortsbeirat berichtet, wurden alte Leitungen durchgespült – und seitdem riecht es stechend nach Benzin. René Wappler

Durch den Graben fließt zudem schwarzer Schlamm. Besonders drastisch stellt sich die Lage demnach in der Nachbarschaft des Kindergartens dar, wo sich auch der Angelteich befindet. "Es handelt sich um Leitungen, von denen wir nicht mal genau wissen, woher sie kommen und wo sie hinführen", sagt Andreas Paul Mekelburg. "Inwieweit nun tatsächlich eine Gefahr besteht - das können wir derzeit nur mutmaßen." Zur Sicherheit seien die Kinder darüber informiert, dass sie sich vom Graben fernhalten sollen.

Stefanie Hannusch von der Pressestelle des Spree-Neiße-Kreises bestätigt, dass die zuständigen Mitarbeiter am Donnerstag vor Ort eine Probe entnahmen, die nun im Labor analysiert wird. "Bis das Ergebnis vorliegt, wurden weitere Spülvorgänge gestoppt", sagt sie. "Für nächste Woche erwarten wir ein Resultat der Überprüfung."

Andreas Paul Mekelburg vom Ortsbeirat hebt unterdessen die schnelle Reaktion der Landkreis-Mitarbeiter hervor. "Sie haben sich sofort gekümmert und die Arbeiten eingestellt", erklärt er. "Jetzt können wir nur hoffen, dass von diesen Stoffen aus den Leitungen keine ernsthafte Gefahr ausgeht."