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| 20:50 Uhr

Gleis 19
Verkehrsschulung für Jung und Alt

 Holger Schwarz und sein kleiner Fuhrpark für die Verkehrsteilnehmerprüfung auf dem „Gleis 19“-Gelände in Schwarze Pumpe.
Holger Schwarz und sein kleiner Fuhrpark für die Verkehrsteilnehmerprüfung auf dem „Gleis 19“-Gelände in Schwarze Pumpe. FOTO: LR / Marcel Laggai
Spremberg. Das „Gleis 19“-Areal in Schwarze Pumpe hat dafür so einiges zu bieten. Von Marcel Laggai

Die Zahl der im Straßenverkehr verunglückten Kinder ist seit Jahren rückläufig. Dafür mit verantwortlich zeigt sich auch die schulische Verkehrserziehung, die den Dritt- und Viertklässlern die alltäglichen Gefahren des Straßenverkehrs vor Augen führt und sie dafür versucht zu sensibilisieren. „Ein wichtiger Grundpfeiler, aber leider noch immer nicht genug“, findet Holger Schwarz und veranstaltet aus diesem Grund am 24. August eine private Verkehrsteilnehmerschulung – auf seinem „Gleis 19“-Gelände. Dort könnten bereits Dreijährige teilnehmen, heißt es weiter.

„Bei Kindern kann man nun mal nicht früh genug damit anfangen, sie auf das ‚Minenfeld’ Straßenverkehr vorzubereiten.“ Daher versucht sie Schwarz, auf spielerische Weise an dieses lebenswichtige Thema ranzuführen und sie an Regeln beziehungsweise Schilder zu gewöhnen. Ob mit Bobby-Car, Dreirad, Roller, Laufrad oder Fahrrad, jedes Gefährt sei willkommen und könne auf dem eigens aufgemalten Verkehrsparcours nebst Schildern vom Bauhof durch den „Verkehr“ manövriert werden, so der Besitzer vom „Gleis 19“-Gelände, welches durch Handwerkermarkt, Oldtimertreffen oder andere Veranstaltungen bereits zu überregionaler Bekanntheit gelangte.

Diesmal liegt der Fokus allerdings auf den jungen Verkehrsteilnehmern, die nicht nur durch Clown Heiko, sondern auch durch Verkehrswacht und Polizei auf das Thema Straßenverkehr vorbereitet werden. „Dabei können selbstverständlich auch ältere Kinder und Erwachsene etwas lernen und für sich mitnehmen“, ist sich Schwarz sicher. Schließlich gebe es auch einen Fahrsimulator in dem man verschiedene Situationen „durchspielen“ könne, heißt es weiter. Laut Schwarz sind das weitläufige Areal und die fachkundigen Betreuer perfekt dafür geeignet, auf entspannte Weise für den Verkehr fit gemacht zu werden.

Der Organisator möchte sich derweil aber nicht als Konkurrenz zu Kita oder Schule sehen, die ebenfalls Kinder auf den Straßenverkehr vorbereiten. „Bei mir soll alles etwas entspannter ablaufen und muss nicht in ein paar Stunden ‚durchgeboxt’ werden.“ Vielmehr könnten sich die Kids auch einfach auf den Spielplatz verziehen, falls sie keine Lust mehr hätten, beteuert Schwarz. Ohnehin soll der Tag auf dem „Gleis 19“-Areal weitaus mehr bieten, als die reine Schulung. So könne man sein Fahrrad sowohl reparieren als auch codieren lassen, so Schwarz. „Unerlässlich dafür ist aber ein Eigentumsnachweis und ein Ausweisdokument.“

Holger Schwarz weist zudem explizit darauf hin, dass ein Gefährt für die Schulung kein Muss ist, sondern bei ihm auch geliehen werden kann. „Ich möchte schließlich jedem Kind die Chance bieten, durch den Verkehrsgarten zu ‚flitzen’ und etwas zu lernen“, erklärt der Organisator und fügt hinzu, dass ein heiteres Rahmenprogramm den Tag – für die gesamte Familie – abrunden werde. Währenddessen hofft Schwarz gleichwohl, dass diese Veranstaltung regen Zuspruch finden wird, damit die anstehende schulische Fahrradprüfung kein Problem für die Kinder darstelle und sie für den Straßenverkehr gewappnet seien.