Die Mitglieder des Amtsausschusses folgten in ihrer Sitzung am Montagabend dem Antrag von Bürgermeisterin Antoinette Leesker (Für Hornow-Wadelsdorf). Der Beschluss zur Schulschließung ist damit vorerst vom Tisch.

Ob der Antrag Erfolg haben wird, ist ungewiss. Das müsse den Eltern bewusst sein, sagte die amtierende Ausschussvorsitzende Yvonne Fischer (CDU) in Richtung der Zuschauerbank - dort saßen erneut Elternvertreter, die sich für die Schule einsetzen. Dennoch gebe es "noch einen Funken Hoffnung", solange kein negativer Bescheid vorliegt.

Man müsse aber damit rechnen, warnte Katrin Michaelis, Mitarbeiterin der Amtsverwaltung: "Es gibt keine rechtliche Grundlage." Denn 2015/16 gäbe es keine drei aufeinanderfolgenden Jahrgänge mehr, ein "geordneter Schulbetrieb", wie es im Amtsdeutsch heißt, wäre nicht mehr möglich. Ohne Ausnahmegenehmigung müsse die Schule geschlossen werden, unabhängig davon, ob Hornow-Wadelsdorf Teil von Döbern-Land bleibt oder sich nach Spremberg orientiert.

Doch die Eltern wollen sich damit nicht abfinden. Sie wollen ihre "Grundschule im Grünen" auf jeden Fall retten, sagt Frank Grabowski, Vorsitzender der Elternkonferenz: "Auch der Hort und die Kita in Wadelsdorf haben nur dann eine Zukunft." Denn es dürfte schwierig werden, ohne die Schule junge Familien für ein Leben in der Gemeinde zu begeistern.

Die Unsicherheit, ob es weitergeht oder nicht, nehmen sie in Kauf: "Planungssicherheit gibt es nirgendwo", sagt Stefan Pötsch. Und Frank Grabowski unterstreicht: "Wir Eltern kämpfen auf jeden Fall weiter für diesen Standort."