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Schülerlotsentreff: Sie helfen bei der Schulwegsicherung

Sonny Gold und Max Buschmann haben am Freitagmorgen die Schulkinder über die Gartenstraße gelotst. Ihre AG-Leiterin Daniela Schneider gibt ihnen noch einmal Tipps für den Wettbewerb am 17. Juni.
Sonny Gold und Max Buschmann haben am Freitagmorgen die Schulkinder über die Gartenstraße gelotst. Ihre AG-Leiterin Daniela Schneider gibt ihnen noch einmal Tipps für den Wettbewerb am 17. Juni. FOTO: Annett Igel-Allzeit
Spremberg. Sie schätzen Geschwindigkeiten und Entfernungen, berechnen Bremswege, müssen fit sein in der Ersten Hilfe und den Wissenstest bestehen. Max Buschmann aus dem Haus des Lernens seufzt. "Ich bin schon aufgeregt", gesteht er. Annett Igel-Allzeit

Daniela Schneider setzt auf ihn und rät ihm, was er sich in der verbleibenden Woche noch einmal anschauen sollte. Gemeinsam mit Emma Gens wird Max am 17. Juni für die Spremberger starten. "Diesen Bonus, neben den besten Lotsen des Landes zwei Kinder starten zu lassen, haben wir als austragende Schule", sagt Daniela Schneider.

Die elf Kinder, die sie in der AG Schülerlotsen betreut, bereiten sich seit Wochen auf den Wettbewerb vor. Neben dem üblichen Verkehr am Morgen vor der Grundschule fließt derzeit auch viel Umleitungsverkehr durch die Gartenstraße. "Ärgerlich ist, wenn Eltern außerhalb der Parkplätze auf dem Fußweg parken. Das nimmt unseren Lotsen die Sicht", sagt Daniela Schneider.

Am 17. Juni wird ein Teil der Gartenstraße für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Die Verkehrswacht Brandenburg, die Polizei, die Freiwilligenagentur, der MC Spremberg und das DRK helfen dem Team der Schule, den Wettstreit vorzubereiten. Um 10 Uhr wird er eröffnet. Zehn Minuten später soll er starten. Nach den fünf Stationen geht es in den Praxistext. Den betreuen die neun übrigen Schülerlotsen aus dem Haus des Lernens und dürfen dabei dicke Fehler machen. "Die Fehler müssen Max, Emma und die anderen Starter dann möglichst erkennen", sagt Daniela Schneider.

Nach der Siegerehrung gegen 13.30 Uhr klingt der Tag mit einer Exkursion zum Spremberger Regionalverband des Naturschutzbundes aus.

Dass jedes Jahr etwa 250 Schülerlotsen in Brandenburg ausgebildet und auch eingesetzt werden, freut Rainer Genilke, Präsident der Landesverkehrswacht. "Sie nehmen bei der Schulwegsicherung wichtige Aufgaben wahr", sagt er. Im Jahr 2016 war die Zahl der Verkehrsunfälle mit Kindern um 7,9 Prozent auf 767 gestiegen. Ein Kind starb dabei, 523 Mädchen und Jungen im Alter von null bis 14 Jahren wurden verletzt - 7,2 Prozent mehr als 2015.

Was die Schülerlotsen leisten, können sich Spremberger am 17. Juni in der Gartenstraße anschauen. "Über Publikum freuen wir uns", so Irina Günther, Wettbewerbsorganisatorin von der Landesverkehrswacht.