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| 15:27 Uhr

Spremberg
Schülerlotsen für alle Grundschulen

Klaus-Dieter Peters (m.) koordiniert die Schülerlotsenausbildung in Spremberg. An der Seite hat er Ausbilderin Daniela Schneider. Ein Dach gibt dem Vorhaben Holger Wahl (r.), Geschäftsführer des Albert-Schweitzer-Familienwerkes.
Klaus-Dieter Peters (m.) koordiniert die Schülerlotsenausbildung in Spremberg. An der Seite hat er Ausbilderin Daniela Schneider. Ein Dach gibt dem Vorhaben Holger Wahl (r.), Geschäftsführer des Albert-Schweitzer-Familienwerkes. FOTO: Annett Igel-Allzeit / LR
Spremberg. Der Spremberger Klaus-Dieter Peters koordieniert die Ausbildung der Kinder. Von Annett Igel-Allzeit

Der Stadtverordnete und Bildungsausschussvorsitzende Klaus-Dieter Peters (Vereinte Wählergruppen) hat begonnen, die Schülerlotsen-Ausbildung für Spremberg zu koordinieren. Begraben ist die Hoffnung auf eine Verkehrswacht Spree-Neiße. Die Verkehrswachten in Cottbus und Forst schaffen es nicht, auch noch in Spremberg ehrenamtlich aktiv zu werden. Dass es trotzdem gelungen ist, zum zweiten Mal den Schülerlotsen-Landeswettbewerb nach Spremberg zu holen, ist ein kleines Wunder.

Die Spremberger Schüler Sophie Najork und Maximilian Buschmann, die 2016 beziehungsweise 2017 beste Schülerlosen des Landes Brandenburg wurden, haben das geschafft. Daniela Schneider, Schülerlotsen-Ausbilderin in der Grundschule „Haus des Lernens“ in der Trägerschaft des Albert-Schweitzer-Familienwerks (ASF), steckt bereits mitten in den Vorbereitungen des Landeswettbewerbs, der am 9. Juni zum zweiten Mal in der Gartenstraße stattfinden wird. Die Zahl der Kinder, die sie zu Schülerlotsen ausbildet, ist von fünf im ersten Jahr auf 14 gestiegen. Der Erfolg spricht sich herum. Und es mache auch stolz, so ein „kleiner Polizist“ zu sein, so Holger Wahl, Geschäftsführer des Schulträgers ASF.

Zu Verkehrsteilnehmerschulungen für Fußgänger, Radfahrer und Autofahrer lädt regelmäßig der MC Spremberg ein. Die Teilnehmerzahlen sind hoch. Ein Verkehrsgarten war vor zwölf Jahren auf dem MC-Gelände eingeweiht worden. Aber die Schülerlotsen-Ausbildung ist bisher Sache der Schulen, wo sie mit dem Engagement einzelner Lehrer oder Eltern steht und fällt.

Nach dem Schülerlotsen-Landeswettbewerb im Vorjahr in Spremberg fand Klaus-Dieter Peters (Vereinte Wählergruppen) deshalb klare Worte. 2018 wieder Schülerlotsen aus dem ganzen Land Brandenburg in Spremberg zu begrüßen, ohne eine Spremberger Verkehrswacht im Rücken zu habe, das wollte er nicht. „Aber keiner will sich vor den Karren spannen, deshalb werde ich es jetzt tun“, erklärt Peters. Doch eine Verkehrswacht wird es noch nicht. Solch eine Vereinsgründung hätte weitere Zeit gefressen. Deshalb  startet er gemeinsam mit Daniela Schneider die Initiative „Schülerlotsenausbildung“. Ein Dach als Träger gibt ihnen das ASF.

Schülerlotsen sollen nun nicht nur fürs Haus des Lernens, sondern für alle fünf Spremberger Grundschulen ausgebildet werden. Frank Kulik, der stellvertretende Bürgermeister, hat versprochen, die Schulen darüber zu informieren. Daniela Schneider ist bereit, an alle Grundschule zu gehen, um dort Kinder der Klassen 4 bis 6 auszubilden. Ihre AG am Haus des Lernens leitet sie montags. „Geeignet sind Kinder“, erläutert sie, „meist erst nach der Fahrradprüfung.“ Und sie sei auf die Unterstützung der Eltern angewiesen

Zu beobachten sind Schülerlotsen derzeit jeden Morgen an der Gartenstraße. In der Astrid-Lindgren-Grundschule, wo über Jahre ausgebildet wurde und ein Verkehrsschild noch auf die Schülerlotsen hinweist, hofft Daniela Schneider, nicht ganz von vorn beginnen zu müssen. Besonders schwierig und unübersichtlich durch die jeweilige Parkplatzsituation ist das allmorgendliche Verkehrschaos vor der Grundschule Schwarze Pumpe und vor der Kollerberggrundschule. Dagegen hat die Heidegrundschule eine vergleichsweise günstige Situation. Aber all das werden sich Daniela Schneider und Klaus-Dieter Peters anschauen müssen.

Zum Fördermittelantrag ans Infrastrukturministerium des Landes Brandenburg gibt es inzwischen die vorläufige Bewilligung über 8800 Euro aus Lottomitteln. Für die rund 1800 Euro Eigenanteil hofft Klaus-Dieter Peters auf eine Unterstützung der Fördervereine der Grundschulen. Angeschafft werden soll dafür die Grundausstattung für die Schülerlotsen-Ausbildung einschließlich Beamer und Drucker.