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| 01:09 Uhr

Schlüpferkieker leben gefährlich

Spremberger Mundart hat Doppelbödig- und -deutigkeit: Wenn zum Beispiel vom supersteilen Aufstieg von der Bahnhofstraße zum Bismarckturm die Rede ist, sprechen – sogar im Abgeordnetenhaus – die einen von der „Himmelsleiter“ , die anderen von der Thoralf Schirmer

„Schlüpfertreppe“ . Kommt letztlich auf dasselbe raus, es ist ja nur die Frage, wie man „Himmel“ definiert. Nun ist der beliebte Trimm-Dich-Pfad am Hang allerdings in die Kategorie „gefährlicher Abweg“ aufgenommen worden. Nicht etwa, weil dort zunehmend abartige Spanner nach Damen in kurzen Röckchen gieren würden, sondern weil nächtens beide - die Damen und die potentiellen Schlüpferkieker - auf den hohen Stufen furchtbar stürzen und tief fallen könnten. Es fehle nämlich an Beleuchtung, mahnte der PDS-Abgeordnete Reinhard Böhm. Obwohl ja theoretische Laternen entlang der Treppe vorhanden wären. Was aber nutzt alle Theorie, wendet Bau- und Planungsamtsleiter Gerd Schmiedel ein, wenn binnen 14 Tagen irgendwelche angeheiterten Chaotentrupps jede neue Lampe sowieso wieder mit Steinen ausschießen„ Und wenn die sich anschließend auf der Treppe das eine oder andere Gebein verrenken, recht geschieht ihnen - sagt natürlich nicht der Amtsleiter, sondern sage ich. Und schlage dem Mundartvolk der Spremberger noch eine dritte Variante der Treppenbenamsung vor. Wie wäre es zum Beispiel mit „Haxenbrüchel“ “