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| 17:23 Uhr

Schlittenhunderennen in Spremberg zieht hunderte Besucher in die Ratsheide

Pünktlich zehn Uhr gingen am Samstag die Teilnehmer mit ihren Huskies in der Ratsheide in Spremberg an den Start.
Pünktlich zehn Uhr gingen am Samstag die Teilnehmer mit ihren Huskies in der Ratsheide in Spremberg an den Start. FOTO: Martina Arlt/mat1
Spremberg. Alaska-Atmosphäre ist am Wochenende mit dem Schlittenhundetreffen in Spremberg eingezogen: Das Spremberger Ehepaar Carmen und Erhard Feickert trug gemeinsam mit dem Lausitzer Sportverein reinrassiger Schlittenhunde (LSVS) dieses Ereignis aus. Martina Arlt

Hunderte Besucher pilgern jedes Jahr zu dieser traditionellen Veranstaltung, die in der verlängerten Bergstraße in Spremberg stattfindet.

Hundesportler aus ganz Deutschland reisten mit mehr als 500 Hunden in Spremberg an. Die Hundesportler qualifizierten sich mit ihren Leistungen gleichzeitig für die Norddeutsche Meisterschaft. 32 Pokale wurden am Wochenende für die besten Schlittenhundesportler in Spremberg vergeben.

Hundegebell und schnelle Wagen bestimmten das Bild für mehrere Tage in der Ratsheide. Die Lieblinge der Schlittenhundebesitzer konnten es kaum erwarten, ins Rennen zu gehen.

Frank Kuhlee von der Spremberger Stadtverwaltung eröffnete das zweitägige Rennen am Samstagvormittag. "Das Schlittenhunderennen in Spremberg gehört jedes Jahr zu einem besonderen Höhepunkt im Veranstaltungskalender", erklärte Frank Kuhlee. "Bei dieser Gelegenheit möchte ich ein großes Dankeschön an die Familie Feickert sagen, die diesen Höhepunkt jedes Jahr mit ihrem Team bestens vorbereitet und für große Herzlichkeit unter den Wintersportlern sorgt. Denn Carmen und Erhard Feickert haben sich selbst seit Jahren diesem Hobby verschrieben und sind mit ganzem Herzen dabei."

Pünktlich um zehn Uhr rief der Oberlausitz-Ranger Gisbert Hiller die ersten Teilnehmer an die Startlinie. Die Doppelstarter standen ganz vorn in den Teilnehmerlisten und gingen mit ihren Vierbeinern auf die Piste. "So haben die Sportfreunde dann noch genügend Zeit, sich mit ihren Huskies auf das zweite Gespann vorzubereiten", sagte der Ranger.

Auf einer Strecke von 5,2 Kilometern gaben Musher und Musherinnen mit ihren Hunden ihr Bestes. Der Trail durch die Ratsheide ist ein sehr kurvenreiches und hügeliges Gelände. 97 Starter gingen in diesem Jahr in den unterschiedlichen Klassen in Spremberg "auf Tour".

Zu den teilnehmenden Schlittenhundeführern aus der Region gehörten Erhard Feickert aus Spremberg, Andreas Pech aus Pinnow sowie Uwe Baldermann aus Krieschow. Raimund Kupka aus Leegebruch zählte zu den "Neulingen".

Wer jedoch als Läufer, ohne Gespann, mit seinen Huskies am Rennen teilnahm, der sollte durchtrainiert sein. "Diese Teilnehmer müssen sportlich in Form sein", sagte der Ranger. "Denn das ist ein absolutes Fitnessprogramm, wenn sie diese Strecke mit den Hunden absolvieren."

Für jede Menge Spass und Gaudi sorgt jedes Jahr das Kinderrennen, bei dem der Nachwuchs teils mit Eltern oder auch allein startet. Zu den jüngsten Startern gehören dann schon Zweijährige, die aus einer "Schlittenhundefamilie" kommen.

Das Wetter zeigte sich bei einer Temperatur um sechs Grad, gute Voraussetzungen für das Schlittenhunderennen. Carmen Feikert erklärte: "Die Tiere fühlen sich natürlich bei kalten Temperaturen am wohlsten, dann laufen sie zu Bestleistungen auf. Doch wir waren mit dem Wetter hier in der Lausitz zufrieden."

Ranger Gisbert Hillert zeigte sich fasziniert von den Eigenarten der Tiere: "Wer Huskys genau in die Augen schaut, wird teilweise Besonderheiten feststellen." Es gebe Hunde, die zwei gleiche Augen in den Farben braun oder blau haben, aber auch gemischte Farben an einem Tier. Auch in der Leistung seien die Hunderassen unterschiedlich. "Nicht umsonst heißt es in der Fachsprache: Alaskan-Malamute ist die Dampflokomotive unter den Hunden, die auf Kraft und Ausdauer schließen lässt - und der Siberian Husky ist der Express", sagte Gisbert Hiller.

Der Lausitzer Sportverein reinrassiger Schlittenhunde zählt 15 Mitglieder und wird von Erhard Feickert geleitet. So hatte auch der Vorsitzende mit seiner Frau Carmen die acht Lieblinge namens Dollar, Canuma, Dinar, Bugs, Nabu, Nougat, Anouk und Kiwo auf dem Gelände am Wohnwagen angedockt. mat1