Die Friedhofskapelle im tristen grauen Betonputz ist nicht gerade ein würdiges Gebäude für Bestattungen im Spremberger Ortsteil Schönheide. Doch es gibt nicht nur ein kosmetisches Problem, verdeutlicht Ortsvorsteher Heinz Möbus: „Zum Teil steht Wasser in diesem Gebäude. Die Sitzgelegenheiten müssen stets mit nach Hause genommen werden, sonst werden sie in diesem maroden Objekt feucht.“
Bei einer Ortsbegehung wird der Wunsch nach einer Sanierung der Trauerhalle laut. Doch das Geld fehlt.

Auch Bewohner der Spremberger Ortsteile können Trauerhalle auf dem Waldfriedhof nutzen

Doritha Drews von der Friedhofsverwaltung der Stadtverwaltung Spremberg verweist auf 20 Friedhöfe, die zu bewirtschaften seien. Die Friedhofsgebühren könne man für die Nutzer der Halle in so einem kleinen Ort wie Schönheide mit rund 100 Einwohnern nicht bis zur Kostendeckung für eine Modernisierung steigern.
„So einen Standard wie in Spremberg auf dem Waldfriedhof können wir nicht für alle Friedhofskapellen bieten“, erklärt Doritha Drews und verweist auf die Möglichkeit, dass auch die Einwohner aus den umliegenden Dörfern die Halle auf dem Waldfriedhof für eine Trauerfeier nutzen können.